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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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warm, vereinigte er diesmal 30000 Mann, darunter 5000 Flinten-träger, und überfiel mit diesen persönlich die ahnungslosen Kawirvndvund Massai. Es gelang ihm, die 900 Mann mit 300 Pferden zählendeMassaibesatzung eines Grenzlagers beinahe im Schlafe zu überfallen undbevor sie sich noch zu ernstem Widerstande zu sammeln vermochte,uiederzumetzeln. Dadurch waren die Massai nicht bloß um mehr alsein Drittel ihrer Stärke verringert, sondern außerdem in zwei zusammen-hanglose Theile getrennt, denn das überfallene Lager lag gerade imCentrnm ihres Grenzkordons. Statt nun aber schleunigst den Rückzuganzntreten und allenfalls erst nach vollzogener Vereinigung ihrer ge-trennten Streitkräfte die Offensive zu ergreifen, ließ sich einer derMassaisührer, kaum daß er 500 Mann zusammengerafft hatte, in derWut über den Untergang so vieler seiner Kameraden zu einem toll-kühnen Angriffe auf die ungeheuere Überzahl der Feinde verleiten, fieldabei in einen Hinterhalt und wurde, nachdem er seine Patronen nurzu rasch verschossen hatte, mitsamt den Seinen, von denen nur wenigeMann entkamen, nach heldenmütigem Widerstande gleichfalls niederge-gemetzelt. Nur 1100 — 1200 Massai vermochte unser nunmehr dasOberkommando übernehmender Freund Mdango auf dem andern Flügelzu vereinen und mit diesen gelang es ihm auch, einen ziemlich geordnetenRückzug ins Innere von Kawirondo anzutreten, wenig verfolgt vonSuna, dessen Hauptaugenmerk auf die Bergung der kolossalen Beutegerichtet war.

Noch am nämlichen Tage, an welchem uns Massai- und Kawirondo-Eilboten diese Trauerkunde überbrachten, ging unser Ultimatum an Sunaab. Den Massai, die sich erboten hatten, ihre gesamten Krieger gegenUganda zu senden, ließen wir sagen, 1000 Mann zu den noch inKawirondo stehenden 1200 seien mehr als genug; diese 2200 Mannstellten wir unter freiländische Offiziere, nahmen aus unserer Mitte900 Freiwillige, darunter 500 Reiter, dazu 12 Geschütze und 16 Raketennebst 30 Elefanten, und schon am 24. Oktober brach Johnston, derFührer dieses Kriegszuges, unter Benutzung der Massaistraße nachKawirondo auf.

Dort traf er rings um das — jetzt, wo es zu spät war, sehrvorsichtig verschanzte und bewachte — Lager der El-Moran ungezählteTausende mit Speer und Bogen bewaffneter Kawirondo und Nangi,die er aber allesamt als unnützen Troß heimschickte. Am 10. Novemberüberschritt er die Ugandagrenze, sechs Tage später wurde Suna ineinem kurzen Gefecht in der Nähe der Riponfälle total aufs Hauptgeschlagen, sein 110000 Mann zählendes Heer in alle Winde zerstreutund er selbst nebst einigen tausend Mann seiner von Küstenaraberngeführten, mit Flinten bewaffneten Leibgarde gefangen genommen.

Schon am zweiten Tage nach der Schlacht besetzten die Unseren