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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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als die im Pfluge und in der Kohle steckende, bereits in Warenformverwandelte Arbeitszeit; denn in Freiland giebt es keinen Unterschiedzwischen Arbeitsertrag und Arbeitslohn; in Freiland ist daher jedetheoretisch brauchbare, d. i. jede wirklich Kraft ersparende Maschine zu-gleich notwendiger Weise rentabel. Dies der Grund, warum in Freilanddie Maschinenindustrie von so enormer, stetig zunehmender Bedeutungsein mußte. Die eine Hälfte unseres Volkes war damit beschäftigt, jenestählernen, von Dampf, Elektrieität, Wasser, komprimierter oder ver-dünnter Luft in Bewegung gesetzten sinnreichen Werkzeuge herzustellen,mittels deren die andere Hälfte ihre Leistungsfähigkeit verhundertfachte, undnotwendigerweiie mußte sich daher bei uns in der Verwendung von Ma-schinenkraft eine Vielseitigkeit und Vollkommenheit entwickeln, von welcherman außerhalb der Grenzen unseres Landes keinerlei Vorstellung besitzt.

Die wichtigsten Einrichtungen, die noch vor Ablauf dieses erstenJahres in Angriff genommen wurden, waren erstlich die Herstellungvon Dampflügen und — vorläufig noch durch tierische Kraft bewegten— Säe- und Erntemaschinen, genügend zur Bearbeitung von 26000Hektaren, die für die Oktoberernte unter den Pflug genommen werdensollten. Wir rechneten dabei, durch einmaligen Aufwand von 3^Mill.Arbeitsstunden mindestens 3 Millionen Arbeitsstunden jährlich zu er-sparen. Das wäre da draußen in der alten Welt für die solcherartüberflüssig werdenden Arbeiter ein großes Unglück gewesen, ohne daßdie Gesamtheit davon den geringsten Vorteil gehabt hätte; wir dagegenwußten für derart ersparte Arbeitsstunden vortreffliche Verwendung; siewurden zu allerlei Veredlungsindnstrien frei, für deren Produkteeben infolge der gewachsenen Ergiebigkeit der Arbeit die Abnehmer so-fort gegeben waren.

Eine zweite, noch im Laufe des nächsten Jahres zu vollendendeArbeit war die Verbesserung der Kommunikationsmittel durch Aus-baggerung des Danaflusses von der Mahlmühle oberhalb des Ebenstesbis zum großen Wasserfall am Danaplateau, und durch Anlage einerdas Danaplateau durchziehenden Eisenbahn. Daran sollten sich Seil-bahnen auf einige der Keniavorberge zu Zwecken des Bergwerks- undForstbetriebs schließen.

Daß alle bestehenden Industrien neuerlich vergrößert und einestattliche Reihe neuer eingerichtet wurden, versteht sich von selbst. Er-wähnt mag dabei werden, daß nur solche Fabriken in Edenthal oderam Oberlaufe des Dana angelegt wurden, die weder die Luft, nochdas Wasser verdarben; die minder reinlichen Betriebe siedelten sichentweder am Ostende des Danaplateaus, hart am Wasserfalle, oderunterhalb desselben an. Später wurden Einrichtungen getroffen, dieder Vergiftung der Wässer durch industrielle Abfälle ganz im Allgemeinenein Ende machten.