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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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Von da ab war's, als ob unsere Füße und die unserer TiereFlügel bekommen hätten. Die reine, erquickende Luft dieses schönenHügellandes, erfrischt durch die vom Kenia kommenden Winde, der an-genehme Weg auf weichem kurzem Grase und die vortreffliche leichteVerpflegung ermöglichten uns bisher unerreichte Marschleistungen. AmAbend des 27. überschritten wir die Ostgrenze von Kikuja, wo wiruns reichlich verproviantieren mußten, weil von da ab gänzlich unbe-wohntes Gebiet begann, durchstreift bloß von wandernden Andorobo.Das Land glich, so weit das Auge reichte, einem Garten, aber derMensch hatte noch nicht Besitz ergriffen von diesem Paradiese. Den28. und die größere Hälfte des 29. zogen wir dahin durch blumigeWiesen und malerische Wäldchen, über murmelnde Bäche und ansehn-liche Flüsse; aber Giraffen, Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, An-tilopen und Strauße, an den Flußufern Nilpferde und Flamingos warendie einzigen lebenden Wesen, denen wir begegneten. Die meisten dieserTiere waren so wenig scheu, daß sie unserem Zuge kaum auswichen, jaeinige übermütige Zebras begleiteten uns unter Kapriolen und heraus-forderndem Gewieher eine Strecke weit. Am Nachmittag des 29. be-traten wir den gewaltigen, in unabsehbarer Linie vor uns sich dehnendenHochwald, durch dessen dichtes Unterholz die Axt unserer Pioniere unsBahn hauen mußte. Das Terrain, schon seit zwei Tagen, seitdem wirnämlich den Amboni überschritten hatten, allmählich ansteigend, wurdejetzt steiler; wir waren am Fuße der Keniaberge angelangt. Die Wald-zone erwies sich jedoch als ein bloßer Gürtel von verhältnismäßig ge-ringer Breite, jenseits dessen wir schon am Vormittag des 30. wiederoffenes welliges Vorland betraten. Als wir den Rücken einer der voruns gelagerten Erhöhungen erreicht hatten, lag vor uns, fast mitHänden zu greifen, der Kenia in der ganzen eisigen Pracht seinerGletscherwelt.

Wir waren am Ziele!