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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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Mtamaknchen, Bananen, süßen Kartoffeln, ?)ams und einer großen Aus-wahl sehr wohlschmeckender Früchte. Dabei wunderten wir uns, vonwo dieser unerschöpfliche Überfluß insbesondere an Feldfrüchten wohlstammen möge, denn in den Lichtungen der Wälder, die wir bis nundurchzogen hatten, wurde neben Viehzucht zwar auch Feldbau betrieben,aber sichtlich doch nur nebenbei. Am Ende des zweiten Tagmarscheswurde uns das Rätsel gelöst, denn so wie wir den „Guaso Amboni"genannten, nach dem indischen Ocean hin abfallenden recht ansehnliche»Fluß erreicht hatten, dehnte sich ein unabsehbares hügeliges Hochlandvor uns, das, soweit unser Auge reichen konnte, den Charakter einesoffenen Parkes trug, in welchem, insbesondere am Saume des vonuns soeben verlassenen großen Waldes, alle Anzeichen eines sehr ent-wickelten Feldbaues zu bemerken waren. Von hier bezieht offenbarKikuja seinen unerschöpflichen Körnerreichtum. Ganz fern im Nordensahen wir eine mächtige Gebirgsgrnppe blauen, in der Luftliniewohl 80 bis 90 Kilometer entlegen, die unsere Führer und Sa-kemba als den Gebirgsstock des Kenia bezeichneten. Man könne vonhier aus, so versicherten sie, bei klarem Himmel auch den Schneegipfeldes Hauptberges sehen; derzeit aber sei er in jenen Wolken dortverborgen.

Hier lag es also vor uns, das Ziel unserer Wanderung, undmächtige Rührung ergriff uns Alle, als wir, wenn auch vorläufig nuraus weiter Ferne, die zukünftige Heimat zum ersten male erschauten.Der Keniagipfel aber blieb unsichtbar in Wolken gehüllt während derzwei Tage unseres Aufenthaltes am Ostrande des Kikujawaldes.Wir machten dort in einem entzückenden Haine riesiger Brotbäume Halt,wo gastfreie Wakikuja uns ihre Hütten einräumten. Der Ort heißtSemba und war als Versammlungsplatz für das große Schauri verab-redet worden. Wir fanden denn auch eine große Zahl Eingeborenerbereits versammelt und am nächsten Tage wurde Alles zu größter beider-seitiger Zufriedenheit zwischen uns geordnet und festgemacht, so daß wirschon am 16. Juni den Rückmarsch antreten konnten, den wir jedoch nichtüber Ngongo, sondern, einen Nebenfluß des Amboni bis zu dessen nahean 2800 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Quellgebiet verfolgendund dann vom Rande der Kikujaberge jäh hinabsteigend, direkt aufden Naiwascha zu nahmen. Diesen erreichten wir am 19. Abends zwaretwas erschöpft, aber wohlbehalten und in köstlichster Stimmung. Wirhatten die Sicherheit erlangt, den Kenia um eine gute Woche raschererreichen zu können, als auf dem ursprünglich in Aussicht genommenenWege über Leikipia möglich gewesen wäre.

Am Naiwascha — einem von malerischen Bergzügen, deren höchsteGipfel sich zu 3000 Meter erheben, umsäumten schönen See von un-gefähr 80 Quadratkilometer Flächenraum, dessen besondere Eigen