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an den Kenia vvrzudringeu. Behufs rascherer Herstellung der freund-schaftlichen Beziehungen mit jenen Stämmen, deren Gebiete wir zudurchziehen hätten, verlangten wir die Anstellung einer 50 Mannstarken Schar El-Moran, die unter Führung unseres — inzwischenunter seinen Landsleuten zu hohem Ansehen gelangten — FreundesMdangv, uns voraufziehen solle. Es geschah wie wir wünschten undMdango fühlte sich durch die auf ihn gefallene Wahl nicht weniggeschmeichelt. Aus den 50 El-Moran, die wir forderten, wurdenübrigens mehr als 500, da sich die jungen Krieger um die Ehrestritten, uns dienlich zu sein. Vom Wege über Kikuja aber rieten unsdie Massai ab. Die Wa-Kikuja sind kein Massaistamm, sondern ge-hören einer ganz anderen Rasse an, die von altersher mit ihnenin steter Fehde lebt. Sie wurden uns als verräterisch, feige undgrausam geschildert, als Leute ohne Treu und Glauben, mit denen einehrlicher Bund ganz unmöglich sei. Da wir indessen aus un-
serer civilisierten Heimat her wußten, welches Vertrauen inan aufdas gegenseitige Urteil einander bekämpfender „Nationen" legen dürfe,so machte obige Schilderung vorderhand weiter keinen Eindruck aufuns, als daß wir derselben entnahmen, die Wakikuja seien „Erb-feinde" der Massai. Wie sehr im Rechte wir mit unserem Zweifelwaren, sollte die Folge lehren. Mdango wurde bedeutet, daß es beider ursprünglichen Abrede sein Bewenden habe. Er solle uns in Eil-märschen voranziehen, wo möglich bis an die Grenzen von Leikipia,dann aber umkehren und uns am Ostufer des Naiwascha-Sees erwarten,wo wir drei Wochen von heute an gerechnet das große Buudes-Schaurimit den von ihm unterwegs verständigten und berufenen Massai-Stämmenabzuhalten gedächten. Was es mit den Wakikuja, die das Gebietöstlich vom Naiwascha bewohnen, auf sich habe, würden wir selberuntersuchen.
Am ersten Juni um 4 Uhr Morgens brachen wir von Miveruniauf. Nach mehrstündigem Marsche lagen die letzten Waldstreifen derKilima-Vvrberge hinter uns und wir betraten die kahlen Flüchen derNgiriwüste. Der Weg durch diese und an den Limgeriningbergen vor-bei durch das Hochplateau von Motumbuto bot wenig des Bemerkens-werten. Am 6. Juni erreichten wir die Berge von Kapte, längs derenWestabhang wir in einer Seehöhe von 1200 bis 1700 Metern dahin-zogen, zur Linken unter uns die eintönige unabsehbare Dogilaniebene,zur Rechten die bis zu 3000 Metern aufsteigenden Kapteberge, an denAbhängen meist grasreiches Parkland, auf den Kuppen dunkle Wälderzeigend. Zahlreiche Bäche, die stellenweise malerische Wasserfälle bilden,rauschen von ihnen hernieder und vereinigen sich im Dogilaniland zugrößeren Flüssen, die, soweit das Auge sie verfolgen kann, allesamt»ach Westen ihren Lauf nehmen und in den Ukerewe, diesen größten