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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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die Neugier der Eingeborenen hie und da lästig geworden, im übrigenaber, insbesondere Dank der liebenswürdigen Fürsorge der in Pangani,Mkumbana, Membe und Taweta stationierten deutschen Agenten nichtder geringste Unfall zugestoßen sei. Ihre Suaheli-Leute hätten siesofort nach ihrer Anknnft entlassen, mit den Elefanten und Indern ge-dächten sie sich uns anznschließen — es sei denn, daß wir sie alleinin Taweta zurücklassen wollten.

Was war unter so bewandten Umständen zu thun? Es verstandsich von selbst, daß die beiden Amazonen von da ab zu den Unsrigengehörten, und was mich anlangt, so müßte ich die Unwahrheit sagen,wollte ich behaupten, ich sei meiner Schwester oder Miß Fox ob ihrerHartnäckigkeit gram geworden. Die ärgsten Gefahren konnten nach derAffaire mit den Massai in Duruma als beschworen gelten; die Be-schwerden des Weges waren — wie ja der Erfolg zeigte — auch vonFrauen recht gut zu überwinden; ich gab mich also der Freude des un-verhofften Wiedersehens ungetrübt hin. Aber auch die anderen Mit-glieder der Expedition waren — wie ich mit Genugthuung bemerkte —mit dem Zuwachse, der uns in Taweta geworden, durchaus einver-standen und so erhielten denn die Elefanten mitsamt ihrer schönen Last— denn nebenbei bemerkt ist auch meine Schwester trotz ihre 38 Jahrenoch immer ein schönes Weib — ihren Platz in der Karawane an-gewiesen.

Vor Taweta verabschiedeten sich unsere Massai-Freunde. Sienahmen den Auftrag mit, ihren Landsleuten mitzuteilen, daß wir in8—10 Tagen an den Grenzen von Leitok-i-tok eintreffen würden, daßes unsere Absicht sei, ganz Massai-Land zu durchreisen, um uns dort,wo es uns am besten gefallen würde, dauernd niederzulassen. Dieseunsere Ansiedelung werde dem Stamme, in dessen Nachbarschaft wirHütten bauen würden, zum größten Vorteil gereichen, denn wir würdenihn reich und unbesiegbar allen Feinden gegenüber machen. Uns auf-zunehmen und Gebiete abzutreten würden wir Niemand zwingen, ob-wohl wir, wie sie bezeugen könnten, dazu genügende Macht besäßenund noch viele Tausende unserer weißen Brüder nur auf Nachricht vonuns warteten, um uns nachzufolgen; den freien Durchzug aber würdenwir, wenn er uns nicht friedlich gewährt werde, überall zu erkämpfenwissen. Schließlich banden wir unfern Blutbrüdern noch ans Herz,dafür zu sorgen, daß bei den Verhandlungen möglichst zahlreiche Stämmeerscheinen, insbesondere diejenigen, welche längs des Weges nach demNaiwascha-See — unserer Route an den Kenia — wohnen, und schie-den unter beiderseitigen herzlich gemeinten Wünschen von einander.Als letztes Angedenken gaben wir den ganz zuthunlich gewordenenKerlen eine Reihe in ihren Augen überaus kostbarer Geschenke für ihreHerzallerliebsten, die sogenannten „Dittos" mit, als da sind, Messing-