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gradige Unruhe versetzt waren, sich aber trotzdem von uns und un-seren Hunden, die bei dieser Arbeit sich als ausnehmend verwend-bar erwiesen, ohne sonderliche Beschwer auf unser Lager zntreibeuließen.
Die gefangenen Massai waren prächtige, verwegen aussehendeKerle, die trotz des Schreckens, der ihnen noch sichtlich in allen Glie-dern lag und trotzdem sie offenbar erwarteten, kurzen Weges niederge-macht zu werden, doch eine gewisse Haltung behaupteten. Unter ihnenbefand sich — ein sehr glücklicher Umstand — auch der Leitunu, d. i.der oberste, unumschränkte Anführer der Bande, ein bronce-farbenerApoll von reichlich 2 Meter Höhe, der ganz darnach aussah, als ober sich am liebsten sein kurzes Schwert, die ,,Sime", in die eigeneBrust gestoßen hätte, insbesondere, als die von weither zusammenge-laufenen Wa-Durnma ihn und die Seinen zu verhöhnen und grimmigschreiend, ihren Tod zu verlangen begannen. Johnston verwies ihnendies mit großer Strenge. Laut, daß es die Gefangenen hören konnten,erklärte er, auch die Massai sollten unsere Freunde werden, wir hättensie blos deshalb gezüchtigt, weil sie sich hier schlecht benommen; obdenn die Duruma glaubten, daß wir ihrer oder sonstwessen Hülfebedürften, um jene zu tödten, wenn wir es wollten; ob sie denn nichtgesehen hätten, wie wir in die Luft schossen, wo doch ein paar ernst-lich gemeinte Schüsse ans unseren gewaltigen Maschinen genügt hätten,um alle Massai in Stücke zu reißen? Um ihnen — mehr aber nochden Massai — die Wahrheit dieser ohnehin mit tiefem Grausen undohne die geringste Spur eines Zweifels angehörten Worte zu zeigen,ließ Johnston eine volle Lage unserer sämmtlichen Geschütze und Ra-keten auf eine etwa 1000 Meter entfernte, strohgedeckte Lehmhütteabgeben. Natürlich brach diese sofort zusammen und geriet unmittelbarin Brand, ein Schauspiel, das auf die Wilden den gewaltigsten Ein-druck machte.
„Jetzt geht", wandte sich hierauf Johnston, der bei all dem sothat, als merke er gar nicht, wie gespannt unsere Gefangenen zuhörtenund zusahen, zu den Wa-Dnruma, „nehmt Euere Weiber, Kinder undRinder, die wir befreit haben, und laßt die Massai in Ruhe. Wirwerden dafür sorgen, daß sie Euch in Zukunft nicht mehr belästigen,aber vergesset nicht, daß in wenigen Wochen auch sie unsere Freundesein werden".
Die Wa-Dnrnma gehorchten, obwohl sie nicht recht wußten, wassie aus der Sache machen sollten. Nachdem sie sich entfernt hatten,ließ Johnston den gefangenen Massai ihre Waffen zurückgeben und for-derte sie ans, sich gleichfalls zu entfernen; binnen höchstens 2 Wochengedenke er sie in Leitok-i-tok, dem südöstlichen Grenzdistrikte Massai-lands, zu besuchen; um ihnen das mitzuteilen, habe er sie vor sich