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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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2. Kapitel.

Wir überlassen nunmehr dem vom Ausschüsse der Internationalenfreien Gesellschaft zum eigentlichen Leiter der afrikanischen Expeditionerwählten Freunde des vr. Strahl das Wort, indem wir sowohl dieVorbereitungen des Zuges, als auch dessen glückliche Durchführung unddie ersten Kulturarbeiten in den Hochländern des Kenia nach Auszügenaus dessen Tagebuch mitteilen.

Meine Ernennung zum provisorischen Stellvertreter unseres ver-ehrten Führers hatte mich anfangs mit Schrecken erfüllt. Der Gedanke,daß von meinen Fähigkeiten zu nicht geringem Teile die glücklicheEinleitung eines Werkes abhängen solle, welches wir alle als dasbedeutsamste und folgenreichste im bisherigen Verlaufe der menschlichenEntwickelungsgeschichte zu betrachten uns gewöhnt hatten, verursachtemir eine Art Schwindel. Doch dieser Zustand der Mutlosigkeit währtenicht lange; ich hatte kein Recht, mich einer Verantwortlichkeit zu ent-ziehen, zu deren Übernahme die Genossen mich als den Passendstenerachteten, und als vollends mein väterlicher Freund Strahl mich fragte,ob ich ein Mißlingen für möglich hielte, wenn die meiner LeitungUnterstellten von gleicher Begeisterung erfüllt wären wie ich, und obich mich berechtigt glaube, daran zu zweifeln, daß diese Voraussetzungzutreffen würde; da trat hoher Mut und felsenfestes Vertrauen auf dasGelingen des Werkes an die Stelle der anfänglichen Verzagtheit, eineStimmung, die mich fürderhin keinen Augenblick verlassen hat.

Die ersten Vorbereitungen zur Organisirung des Zuges der Pfad-finder wurden übrigens gemeinschaftlich vom gesamten Ausschüsse der