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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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„legen — diese Wohlhabenden und Reichen, die zum Teil mit vielen„Tausenden vvn Pfunden an unserer Kasse erscheinen, sie sind bis ans„geringe Ausnahmen nicht blos als Helfer, sondern zugleich als Hilfe-suchende beigetreten, sie wollen das neue Gemeinwesen nicht bloß für„ihre darbenden Mitbrüder, sondern zugleich für sich selber gründen.„Und daraus mehr als aus allem Anderen schöpfen wir die felsenfeste„Überzeugung vom Gelingen unseres Werkes."

Neuerdings unterbrach langandauernder, jubelnder Applaus denVorsitzenden; als die Ruhe wieder hergestellt war, schloß dieser folgen-dermaßen seinen kurzen Vortrag:

„In Ausführung unseres Programms soll ein annoch herrenloser„größerer Landstrich zum Zwecke der Gründung eines unabhängigen„Gemeinwesens erworben werden. Es fragt sich nunmehr, welchen Teil„der Erde wir zu solchem Vorhaben wählen wollen. Europäisches„Gebiet kann aus naheliegenden Gründen nicht in Frage kommen; auch„in Asien würden wir überall, zum mindesten dort, wo Ansiedler kau-kasischer Rasse gedeihen könnten, leicht in Kollision mit alten Nechts-„und Gesellschaftsformen geraten. In Amerika und Australien ist zwar„zu erwarten, daß die dortigen Staaten uns bereitwillig Raum und„Freiheit der Begegnung einräumen würden, aber auch dort könnte unser„junges Gemeinwesen nnr schwer jene ungestörte Ruhe und Sicherheit„vor feindlichen Angriffen gewährleistet erhalten, die insbesondere für„den Anfang eine der Voraussetzungen raschen und ungetrübten Erfolges„ist. Bleibt also nur Afrika, der älteste und doch der jüngstentdeckte„Weltteil. Dessen centrales Innere ist der Hauptsache nach herrenlos,„dort finden wir nicht bloß schrankenlosen Raum und ungestörte Ruhe„zur Entfaltung, sondern bei richtiger Wahl auch die denkbar günstigsten„Verhältnisse des Klimas und der Bodenbeschaffenheit. Gewaltige Hoch-länder, welche die Vorzüge der Tropen und unserer Alpenwelt in sich„vereinigen, harren dort noch der Besiedelung. Die Verbindung mit„diesen, tief im Innern des dunklen Weltteiles gelegenen Bergländern„ist allerdings schwierig, aber gerade das ist's, was uns für den An-lang notthut. Wir schlagen ihnen daher vor, die neue Heimat im„äquatorialen Jnnerafrika zu suchen. Und zwar denken wir zunächst„an das Hochgebirge des Kenia, das ist an das Land östlich vom„Ukerewesee, zwischen dem 1. Grade südlicher bis zum 1. Grade nörd-licher Breite und zwischen dem 34. bis 38. Grade östlicher Länge.„Dort glauben wir die geeignetsten Gebiete für unsere Zwecke finden„zu können. Ist die Vesammlung mit dieser Wahl einverstanden?"

Allgemeine Zustimmung folgte und stürmische Rufe: „Vorwärts,lieber heute als morgen!" wurden laut. Unverkennbar zeigte sich, daßdie Mehrzahl gewillt war, sofort aufzubrechen. Neuerdings nahm jetztder Vorsitzende das Wort: