' 8 ^
Nachruf.
Die Leser dieser Hefte werden die Kunde von dem schwerenTrauerfall schon erhalten haben, der uns betroffen hat. Am
d. M. ist Franz von Ho Itzendorfs, mein lang-jähriger Genosse in der Herausgabe dieser Vorträge, einesplötzlichen Todes gestorben.
Schon seit fahren hatte sich der Gesundheitszustand desscheinbar so kräftig angelegten Mannes zunehmend ver-schlechtert. Tin schleichendes Herzleiden störte die Ruhe seinerNächte und die Arbeit seiner Tage. sZn immer neuen Stei-gerungen brachte es ihm ein Uebermaß von Leiden undAengsten, welche die Kräfte seines Körpers verzehrten. Ob-gleich sein starker Geist ungebrochen alle Oualen überstand,so verhehlte er sich doch nicht, wie ein unvermeidliches Ge-schick ihm näher und näher trat. Mit der Kaltblütigkeitdes Helden maß er den immer kleineren Abstand, der ihnvon dem Augenblick der Vernichtung trennte. So vorbereitet,traf ihn am Abend eines Tages, der noch dem Abschlußvon geschäftlichen Angelegenheiten und der Vorbereitung zueiner Reise in den Süden gewidmet war^ die Katastrophe.