DIB DAUBE DEE PSYCHISCHEN ACTE. 273
seinen Eintritt bestimmt. 3) Der Reiz ist weder seinerBeschaffenheit noch seinem Eintritt nach bekannt. 4) DerReiz ist von einem entweder ähnlichen oder verschiedenenReize begleitet oder gefolgt. 5) In eine regelmässigeReihe von Wahrnehmungen wird eine andere eingeschaltet.6) Innere Zustände und Wahrnehmungen werden ver-mischt, um die Dauer der psychischen Acte währendder Reproduction zu messen. 7) Die Dauer des Ur-tlieils, d. h. des einfachsten intellectuellen Vorgangsan sich.
1. Wenn der Beboachter weiss, dass er eine Tast-,Gesichts- oder Gehörempfindung haben wird, so ist seineganze Aufmerksamkeit auf diese gelenkt und nur derAugenblick des Eintritts ist unbestimmt gelassen. Indiesem Falle beträgt die physiologische Zeit etwa i/ 5 Se-cunde. Für die Tast- und Gehörempfindungen ist sieetwas kürzer, als für die Gesichtsempfindungen. ImMittel ergaben sich bei verschiedenen Beobachtern fol-gende Zahlen.
Wundt Hirsch Haulcel Exner Auerbach v. Kries
Schall. 0,167 0,149 0.1505 0,1360 0,122 0,120
Licht. 0,222 0,200 0,2246 0,1506 0,146 0,117
Hautempfindung 0,213 0,182 0,1546 0,1337 0,191 0,193
Indess haben die Reize, welche angewandt wurden,um diese drei Gruppen von Empfindungen hervorzurufen,bei weitem nicht dieselbe Intensität. Wir besitzen keinMittel, um so verschiedenartige Sinnesreize, wie ein Ge-räusch und einen elektrischen Funken, mit einander zuvergleichen; deshalb hängen vielleicht die Zeitunterschiedeab von der Intensitätsverschiedenheit der objectiven Ur-sache. Um diese Frage zu entscheiden, müssen wir dieverglichenen Empfindungen auf den Punkt zurückführen,wo sie die Reizschwelle erreichen, denn eine eben
Ribot, Psychologie. IS