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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
einclrücke, z. B. Pendelschläge, folgten in regelmässigenPausen aufeinander, und das Bewusstsein sei zugleich freivon allen anderen Vorstellungen. Ist der erste Pendel-schlag vorübergegangen, so wird ein Phantasiebild dessel-ben Zurückbleiben, bis der zweite nachfolgt. Dieserreproducirt unmittelbar den ersten nachdem allgemeinenAssociationsgesetze, dass identische oder ähnliche Vor-stellungen sich wachrufen; zugleich trifft er aber mit demwährend der Pause bestandenen Erinnerungsbilde zu-sammen. Sowohl der neue Pendelschlag, wie das Er-innerungsbild werden auf die vorausgegangene Wahr-nehmung bezogen. Der wiederholte Eindruck ruft dieselbein ihrer ursprünglichen Stärke hervor, das Erinnerungs-bild liefert nur den der Einbildungsvorstellung eigenthüm-lichen Nachklang der Empfindung. Es muss sich daherunmittelbar die actuelle Vorstellung von ihrer Nachwir-kung trennen. Zugleich liefert diese einfache Wieder-holung eines vorangegangenen Eindrucks alle Elementeder Zeitvorstellung: der erste Schall ist der Zeitanfang,der zweite das Zeitende, und das dazwischen liegendePhantasiebild repräsentirt die Zeitstrecke. Im Momentdes zweiten Eindrucks existirt die ganze Zeitvorstellungauf einmal, denn hier sind alle drei Elemente gleichzeitig-gegeben, der zweite Eindruck und das Phantasiehild un-mittelbar, der erste Eindruck durch die Reproduction.Aber gleichzeitig sind wir uns bewusst eines Zustandes,in welchem nur der erste Eindruck stattfand, und einesandern, in welchem nur das Phantasiebild desselbenexistirte. Dieses Bewusstsein macht eben die Zeitvor-stellung aus.
Die einfachsten Bedingungen, wie sie hier angenommenwurden, können sich nun verwickelter gestalten, aber imGrunde setzen sie immer denselben psychologischen