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Die experimentelle Psychologie der Gegenwart in Deutschland
Entstehung
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WUNDT.

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den Schlusspunkt. Offenbar beruht diese Erscheinungdarauf, dass wir mit den verschiedenen Theilen unsererNetzhaut verschieden empfinden.

Für den Einfluss der Bewegungen auf die Bildungdes Gesichtsfeldes hat Wundt folgende Beweise ge-geben.

1. Ein und dieselbe Distanz erscheint uns in senk-rechter Richtung grösser als in wagerechter, etwa im Ver-hältniss von 5:4. Dies ist aber auch das Verhältniss zwi-schen den Muskelkräften bei der senkrechten und bei derwagerechten Bewegung.

2. Wir sind im Stande noch die Länge zweier hori-zontaler Linien zu unterscheiden, auch wenn sie nur umVso von einander abweichen. Ebenso entspricht die Be-wegung , welche das Auge in diesem Falle auszuführenhat, einem Fünfzigstel der Gesammtbewegung.

3. Die geringste für uns noch schätzbare absoluteEntfernung und die schwächste Augenhewegung ent-sprechen einem Winkel von einer Minute.

4. Bei Lähmung des Abductor der Pupille scheinen,wie schon oben hervorgehoben ist J ), die Gegenstände etwasmehr nach aussen gelegen. Der durchlaufene Weg scheintdann länger, weil der Muskel sich stärker contrahirenmuss, um dieselbe Bewegung auszuführen.

Hieraus geht zur Evidenz hervor, dass wir wirk-lich in der die Bewegung begleitenden Empfindung ein

V S. Seite 149.Kibot, Psychologie.

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