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DIB DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
clen Reizzuwüchsen proportional gehen, schliesst nunFechner so: „Nehmen wir an, wie es bei den Versuchenzur Bewährung des Weber’schen Gesetzes im Allge-meinen der Fall, dass der Unterschied zweier Reize, oder,was dasselbe sagt, der Zuwachs zum einen Reiz sehr kleinim Verhältniss zu diesem sei. Der Reiz, zu welchem derZuwachs erfolgt, heisse ß, der kleine Zuwachs dß, woman den Buchstaben d nicht als eine besondere Grösse,sondern bloss als Zeichen zu betrachten hat, dass dß einkleiner Zuwachs zu ß sei — schon jetzt kann man an dasDifferenzialzeichen dabei denken —, so ist der relativedß
Reizzuwachs
ß
Die Empfindung andererseits, die von
dem Reize ß abhängt, heisse y, der kleine Zuwachs derEmpfindung, welcher bei Wachsthum des Reizes dß ent-steht, heisse dy , wo d wieder nur als Zeichen kleinerenZuwachses zu verstehen . . . Nach dem erfahrungs-mässigen Weber’schen Gesetze bleibt dy constant, wenn
~ constant bleibt, welche absolute Werthe auch dß und
ß annehmen; und nach dem a priori gültigen mathema-tischen Hülfsprincip bleiben die Aenderungen dy und dßeinander proportional, so lange sie sehr klein bleiben.Beide Verhältnisse lassen sich im Zusammenhänge durchfolgende Gleichung ausdrücken:
Kdß
dy =
ß
wo K eine (von den für y und. ß zu wählenden Einheitenabhängige) Constante ist.
Hieraus folgt durch Integration:y = IC hg ß,
was den Werth der Empfindung ausdrückt 1 ).“
*) Fechner, Elemente der Psychopliysik, II, S. 7, 9, 10.