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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
der Meinung derjenigen nicht bekennen, welche seineTheorie zwar angenommen, aber behauptet haben, durchReflexion und innere Beobachtung könne man die Hypo-these der Localzeichen verificiren. „Wir verkennennicht,“ sagt er, „die Ungewissheit und das Willkürlichejeder Hypothese, durchweiche man Vorgänge voraussetzt,welche in der Seele sind, aber ohne ihr Wissen. Manhat jedenfalls nicht das Recht, solche unbewusste Zuständeanzunehmen oder sie mit den vergessenen und wieder-erschienenen Vorstellungen zusammenzüstellen, die ein-zigen Beispiele, welche beweisen, dass etwas in der Seelebestehen kann, was im Bewusstsein nicht mehr besteht.Nun, ich glaube, im vorliegenden Falle haben wir dasRecht dazu“ !). Der geübte Musiker führt ohne Bewusst-sein Bewegungen aus, welche ursprünglich bewusst ge-wesen sind. „Wir sind überzeugt, dass es mit der Loca-lisation unserer Empfindungen sich ebenso verhält.Die räumliche Wahrnehmung der Aussenwelt lässt unsder unmittelbare Eindruck, den wir von ihr empfangen,als ein Geschenk erscheinen, das uns ohne jede Mühezu Theil wird; nur die Augen brauchen wir zu öffnen, umdie ganze Herrlichkeit so zu besitzen, wie sie ist. ImAnfänge unseres Lebens aber hat diese Fähigkeit sichnur vermittels einer Reihe von Erfahrungen entwickelt,*welche, wenn wir sie reproduciren könnten, uns wie soviele andere Bewusstseinszustände heim Kinde, alle jenefür das Bewusstsein des Erwachsenen unbemerkbar ge-wordenen Zwischenstufen zeigen würden.“
3. Nach diesen allgemeinen Betrachtungen über dieLocalzeichen wollen wir ihre Bedeutung für die Bildungder Gesichts- und Tastempfindungen kennen lernen.
1 ) Revue pliilos., loc. cit., p. 360.