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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
Raumes gewendet werden kann, und setzen wir fernervoraus, dass die Einwirkung eines Reizes stets die Be-wegungstriebe in irgend einer Weise erwecke, so sehenwir, dass jede Stelle des Organs ihren Erregungen einvollkommen mathematisch bestimmtes und ebenso ihrausschliesslich eigenthümliches Local Zeichen zuzugebenvermögen würde. Denn jede Stelle könnte eine Be-wegungstendenz nicht nur von bestimmter Grösse, sondernauch von einer nach den drei Coordinaten des Raumesbestimmten Richtung erwecken, die für keine andereStelle genau so wiederkehrte, und doch zugleich zu jederandern solchen Bewegungstendenz in einem genau be-stimmten Grade der Aehnlichkeit, Verschiedenheit, derSteigerung oder des Gegensatzes stände. Diese Erwä-gungen bestimmen uns im Voraus, jene Localzeichen derNervenerregungen im Allgemeinen nicht in passivenNebenzuständen zu suchen, die jede Stelle des Nerven-systems nach ihrer Structur noch neben den Empfindungs-reizen nur erleidet, sondern in den Bewegungen, welchesie vermöge ihres Zusammenhangs mit dem übrigenNervensystem nach Weise des Reflexes hervorzubringenstrebt. Sowohl das Auge als der Tastsinn werden unsGelegenheit geben, die Wirksamkeit dieser Voraussetzungzur Erklärung der Raumanschauung zu prüfen“ 1 ).
Um diese allgemeinen Betrachtungen über die Local-zeichen abzuschliessen, haben wir uns noch zu fragen,in welchem Verhältniss sie zum Bewusstsein stehen.Obgleich Lotze sonst von Erklärungen auf Grundlagedes Unbewussten wenig Gebrauch macht, neigt er hierdoch dazu, ihm eine ziemlich hohe Bedeutung beizumessen;man kann sich deshalb auch nicht wundern, dass Ed. v.
J ) Med. Psych., No. 291.