herbart’s schule.
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erscheinen, dass eine so concrete Form der Psychologiesich der Herbart’schen Schule anschliesst, thatsächlichjedoch liahen die Schüler nur einige Gesichtspunkte ihresMeisters weiterentwickelt und dadurch ein neues For-schungsgebiet erschlossen. Dies verdient hervorgehobenzu werden, denn schwerlich dürfte der Begründer dermathematischen Psychologie diesen Untersuchungen einegrosse Wichtigkeit beigelegt haben, obwohl er aner-kennt !), dass „die Psychologie immer einseitig bleibt, so-lange sie den Menschen als alleinstehend betrachtet“,und obwohl die Gesellschaft für ihn ein vollständig be-seeltes und organisches Wesen ist, welches besonderenpsychologischen Gesetzen untersteht.
2. „Willst Du die Griechen und Römer kennen ler-nen,“ sagt ein Philosoph des achtzehnten Jahrhunderts 2 ),„so studire die heutigen Engländer und Franzosen. DieMenschen, welche Tacitus und Polybius schildern,gleichen den Bewohnern der jetzigen Welt.“ DieserMeinung sind wir nicht mehr. Das auf einige allge-meine Züge beschränkte abstracte Studium lehrt unswohl den Menschen kennen, aber nicht die Menschheit;wir glauben, dass die Glieder der menschlichen Gesell-schaft nicht alle in dieselbe Form gegossen sind, undwir interessiren uns für die geringfügigsten Einzelheiten.Hieraus ergiebt sich eine neue Auffassung der Psycho-logie.
9 Lehrbuch zur Psychologie, H art ens t ei n’ sehe Ausg. Bd. V,166. — Vergl. ferner Herbart, Allgemeine praktische Philo-sophie, Cap. 12, und die beiden Abhandlungen: Bruchstücke zueiner Statik und Mechanik des Staates, und: Ueber einige Be-ziehungen zwischen Psychologie und Staatswissenschaft.
Hu me, Essays, VIII.