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2 (1891) Drei Bücher der Redekunst (Rhetorik)
Entstehung
Seite
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Folge, mit dem Gesundsein aber das Leben als gleichzeitige ver-bunden. Herv erbringende Ursache ferner ist etwas auf drei-fache Art'), entweder wie das Gesundscin Gesundheit, oder wie Nah-rungsmittel Gesundheit, oder wie Leibesübungen in der RegelGesundheit hervorbringcn.

Steht dieß fest, so muß nothwcndig jedes Gewinnen irgendeines solchen Guten etwas Gutes sein, ebenso wie das Loswcrdenirgend eines Ueblen; denn von dem elfteren ist-eine gleichzeitigeFolge, daß man das Ucble nicht hat; von dem letzteren eine spätereder Besitz des Guten.

5. Ferner muß die Erlangung eines größeren an der Stelleeines geringeren Guten und die eines geringeren Ueblen an der Stelleeines größeren ein Gutes sein; denn der Ucberschuß des Größerenüber das Geringere wird in dem ersteren Falle positiver, im letzterennegativer Gewinn.

6. Auch die Tugend en^) müssen ein Gutes sein, denn siesind cs, nach welchen sich das Wohlbefinden eines Menschen bestimmt,sie bringen Gutes hervor und setzen Gutes ins Werk. Von jeder ein-zelnen Tugend aber, was und welcher Art sie ist, wird besonders zuhandeln sein.

7. Ebenso ist die Lust ein Gutes; denn nach ihr streben allelebenden Wesen ihrer Natur nach. Deßhalb muß auch sowohl dasAngenehme, als das Schöne nothwcndig etwas Gutes sein; denn daselftere bringt Lust hervor, von dem Schönen aber ist die eine Art^)ein angenehmes, die andere ein an und für sich zu erstrebendes.

817. Um jedoch ins Einzelne zu gehen, so müssen folgendeDinge Güter sein: Glückseligkeit, denn sie ist ein an und fürsich zu erstrebendes, und zugleich der Zweck, um dessentwillen wir

S> Biese Philosophie des Aristoteles Th. I, S. 2SY. II. S87. ESgibt nothwcndig wirkende, 2) »ütwirkcndc, nnter bestimmten Umstände»wirkende Ursachen.

2) D. h. die körperlichen und geistigen Vorzüge und Eigenschaften posi-tiver Art.

3) Das natürlich-Schöne.

"b Das sittlich-Schöne.