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2 (1891) Drei Bücher der Redekunst (Rhetorik)
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Aristoteles, Redekunst.

den Fall des Dionysias, von dem man es noch nicht meist, ob erzu diesem Zwecke seine Forderung stellt? Alle diese Beispiele aberfallen unter denselben allgemeinen Satz: wer heimlich nach derTyrannis trachtet, fordert eine Leibwache.

Soviel über die Elemente, aus denen die Überzeugungsmittelgebildet werden, welche dafür gelten, beweisende Kraft zu haben.

20. Was nun aber die Enthymeme betrifft, so ist unter ihnenderselbe überaus wichtige und fast von allen Rhetorikern gänzlichauster acht gelassene Unterschied, der sich gleichfalls in der Wissen-schaft der Dialektik unter den Schlüssen findet. Ein Teil derselbennämlich gehört gerade so der Rhetorik an, wie in der Dialektik demSchlustverfahren; der andere dagegen gehört in das Gebiet andererWissenschaften und Vermögen, welche teils schon als solche gefaßtund systematisch abgeschlossen sind, teils dies noch nicht sind. Daherbleiben die Redner in solchen Fällen teils den Zuhörern unver-ständlich, teils streifen sie, wenn sie näher einzugehen versuchen, ingewisser Weise auf fremdes Gebiet über?

Das Gesagte wird alsbald klarer werden, wenn ich mich darüberetwas weitläufiger auslasse.

21. Ich will nämlich sagen: rhetorische und dialektischeSchlüsse sind die, welche sich auf solche Gegenstände beziehen, dienach unserer Lehre in das Gebiet der To'pcn^ gehören.

Diese Topen sind nämlich die allgemein anwendbaren Ge-sichtspunkte über Gegenstände des Rechts, der Natur, der Politikund über viele andere Gegenstände verschiedener Gattung, wie z. B.

1. Die Lesart ist ein Schreibfehler der Handschriften statt

i-choo-.xoei, den Bekker hätte korrigieren sollen, wie es F. A. Wolfgethan hat. Das richtige Präsens steht schon in der JsingrinischenAusgabe, und auch Quintilia'n, der diese Stelle wörtlich übersetzt(Unterweisung in der Beredsamkeit V, II) hat dasselbe.

2. Biese II, S. 581.

3. Vgl. Biese I, S. 617 ff. Topen (röirm) sindallgemeineGesichtspunkte", von denen eine Sache der Wirklichkeit betrachtet werdenkann. Von diesen handelt die gleichnamige Aristotelische SchriftDicTopi k"(lo'pies,), wie denn Aristoteles den Namen Topen geschaffen hat (s. Ci'cero,Topik, 2) für das, was wir gewöhnlich Kategoricen zu nennen pflegen.