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4 (1865) Indische Nachrichten und geschichtliche Bruchstücke ; Leben und Charakteristik Arrian's
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lich; aber die Schiffe und die Mannschaft, auf welche Weise sind denndiese zu Grunde gegangen? Mein König, erwiederte Nearch, sowohldie Schiffe als auch das Heer sind wohlbehalten; wir selbst aber sindgekommen als Boten ihres Wohlbefindens. Jetzt weinte Alexandernoch bitterlicher, weil die Rettung des Heeres in seinen Augen so ganzunverhofft war. Er fragte weiter, wo die Schiffe vor Anker liegen.Sie sind, antwortete Nearch, an der Mündung des Anamis an'SLand gezogen und werden ausgebcffert. Da schwur Alexander beidem ZeuS der Griechen und dem Ammon der Libyer'), daß er sichüber diese Nachricht fürwahr mehr freue, als über den jüngst gewon-nenen Besitz von ganz Asien; denn der Kummer über den Verlust desHeeres habe seinem ganzen übrigen Glücke die Wage gehalten.

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Kaum war der Unterstatthaltcr deS Landes, welchen Alexanderwegen der Grundlosigkeit seiner Meldung hatte festsctzen lassen, Ne-arch's ansichtig geworden, als er vor ihm auf seine Knice niederfielund sprach: ich bin es, der Alexander» die Nachricht gebracht hat,daß ihr wohlbehalten angekommen seid: du siehst, in welchen Umstän-den ich mich befinde. Natürlich bat jetzt Nearch Alexandern, denMann loszulaffen, was auch geschah. Alexander aber brachte für dieRettung des Heeres Zeus dem Retter') Dankopfer dar, und demHercules und Apollo dem Beschirmer in Noth, und dem Posei-don und allen übrigen Mecrgöttern ^). Auch ordnete er Wettkämpfein Leibesübungen und schönen Künsten an, und veranstaltete einenfeierlichen Aufzug; und Nearch war einer der Ersten im Zuge, undwurde vom Heere mit Bändern und Blumen beworfen. Als er aberhiemit zu Ende war, sagte er zu Nearch: dich, Nearch, will ich fortandenn keinen weiteren Gefahren und Mühseligkeiten auSsetzen; viel-mehr soll ein Anderer von jetzt an die Führung der Flotte überneh-men, um sie nach Susa zu bringen. Doch Nearch entgegnete: inAllem zwar, mein König, will und muß ich dir gehorsam sein; alleinwenn auch du mir irgend eine Gnade erweisen wolltest, so thue nichtalso, sondern lasse mir durchaus die Führung deS Heeres, bis ich

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