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4 (1865) Indische Nachrichten und geschichtliche Bruchstücke ; Leben und Charakteristik Arrian's
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schön verkam, habe aus dcm ganzen Meere diese Margarite nach In-dien zusainmengebracht, um seiner Tochter zum Schmucke zu dienen.Und Megasthencs berichtet: die Muschel derselben werde mit Netzengefangen; es halten sich aber im Meere an derselben Stelle vieleMuscheln aus, gleich den Bienen; denn die Perlenmuscheln haben aucheinen König oder eine Königin, wie die Bienen; und wer nun soglücklich sei, diesen zu erwischen, der könne auch den übrigen Pcrlcn-schwarm leicht in seine Gewalt bekommen; wenn aber Einem derKönig entwische, so seien für ihn die übrigen nicht mehr zu fangenVon den Gefangenen aber lasse man das Fleisch in Fäulniß über-gehen, benütze hingegen das Bein zum Schmucke. Die Perle habenämlich auch bei den Indern einen dreimal größeren Werth, als ge-läutertes Gold, und auch dieses werde in Indien gegraben

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In jenem Lande, wo die Tochter des Hcreules als Königinherrschte, treten die Weiber schon mit dem siebenten Jahre in s hei-rathsfähige Alter ein '), die Männer aber bringen ihr Leben höch-stens auf vierzig Jahre ^). Und hierüber findet sich bei den Indernfolgende Sage: als dcm Hercules diese Tochter erst spät geborenworden sei, und er natürlich die Nähe seines Endes merkte, ohneeinen seiner würdigen Mann zu wissen, dcm er seine Tochter hättegeben können, so habe er selbst dem siebenjährigen Mädchen beige-wohnt, um von sich und ihr Nachkommen für den indischen Thron zuhinterlassen. Er habe sie also heirathsfähig gemacht, und seit jenerZeit besitze der ganze Stamm, welchen die Pandäa beherrschte, ebendiesen Vorzug als ein Geschenk von Hercules. Ich aber halte da-für, wenn anders Hercules wirklich im Stande war, etwas so Selt-sames auszuführen, so würde er sich selbst auch eine längere Lebens-dauer verliehen haben, um alsdann seiner Tochter in mannbaremAlter beizuwohuen. Denn wenn es mit der frühen Reife der dorti-gen Mädchen seine Richtigkeit hat, so scheint es mir damit dieselbeBewandtniß zu haben, wie mit der Nachricht vom Alter der Männer,daß nämlich die Längstlebenden von ihnen in einem Alter von vierzigJahr«; sterben. Denn M daß Alter stin so vi?l schneller einttiti