33
Nichts ausrichten werde, sprang vom Pferde und führte seine Pha-lanx in den Kampf. Auch wurde es den Macedoniern nicht schwer,die Inder von der vordersten Wagenreihe zu vertreiben, dagegen konn-ten die Inder, welche vor der zweiten ausgestellt waren, sich leichtervertheidigen, weil sie nicht nur in einem engeren Kreise dichter bei-sammen standen, sondern auch die Macedonier nicht in so freiemRaume wie vorher auf sie eindringen konnten, während sie die Wä-gen der ersten Linie bet Seite schafften und durch die so entstandenenLücken, so gut ein Jeder konnte, ordnungslos angriffen. Und dochwurden die Inder auch aus dieser Stellung durch den gewaltigenAnlauf der Phalanx verdrängt; und jetzt hielten sie bei der drittenReihe nicht mehr Stand, sondern stürzten in eiligster Flucht derStadt zu und schloßcn sich daselbst ein. Für diesen Tag umlagerteAlexander mit seinem Fußvolke die Stadt, so weit nämlich seine Pha-lanx sie umzingeln konnte; denn da sich die Mauer über einen weiternRaum hin erstreckte, war er nicht im Stande, sie mit seinem Heereringsum cinzuschließen. Dagegen stellte er in den Zwischenräumen,wo auch unfern von der Mauer ein See war, rings um denselbenseine Reiterei auf, weil er wußte, daß der See nicht tief sei, und zu-gleich vcrmuthete, daß die Inder, durch die vorangegangene Nieder-lage cingeschüchtert, während der Nacht die Stadt verlassen würden.Und wie er vermuthet hatte, so geschah eS. Um die zweite Nacht-wache >) nämlich that die Mehrzahl der Feinde durch die Mauer einenAusfall und stieß dabei auf die Vorposten der Reiterei. Die Vor-dersten wurden von den Reitern niedergehauen, und als die Hinterenmerkten, daß der See rings umher bewacht sei, so zogen sie sich wie-der in die Stadt zurück. Jetzt umgab Alexander, wo der See esnicht hinderte, die Stadt mit einer doppelten Pallisadenrcihe ^), undstellte seine Wachposten mit noch größerer Sorgfalt rings um denSee her auf. Daneben gedachte er, Sturmzeug Vor der Mauer auf-zuführen, um diese niederzuwerfen. Jndeß zeigten ihm einige Ueber-läufer aus der Stadt an, daß die Inder im Sinne hätten, in dernächstfolgenden Nacht aus der Stadt auf der Seite des See'S auszu-fallen, wo sich in der Pallisadenrcihe eine Lücke fand. Auf dicßbeorderte er den Lagiden PtolemäuS dorthin, gab ihm drei Geschwa-ders der Schildträger, sämmtliche Agriancr und eine AbtheilungArrjan'S AnabasiS, Z
»