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6 (1854) Sardanapal. Marino Faliero
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Doge.

Wie? Du willst sie wiederholen?Du wiederholen? — Du, ein Falicro,

Die tiefe Schmach berühren uuscrs Hauses,

Entehrt in seinem Haupt — dies Haupt der FürstDer ersten Stadt Venedig? — Lies das Urtheil.

Bcrtuccio Falicro.

Verzeiht mir, lieber Herr! ich will gehorchen.

(Er liest:)

„Daß Michel Steno einen Monat streng„Verhaftet bleibe."

Doge.

Weiter!

Bcrtuccio Falicro.

Herr, 's ist Alles.Doge.

Wie? sprich! dies Alles? träum' ich? — es ist falsch« Gib das Papier —

(Er ergreift das Papier und liest:)

„— Beschlossen ist im Rath,

Daß Michel Steno" — Neffe, deinen Arm!

Bcrtuccio Falicro.

Faßt euch, seid ruhig — diese Hast taugt nicht-

Ich hol' euch Beistand. —

Doge.

Halt — bleib hier — es

Vorbei.

Bcrtuccio Falicro.

Ich muß euch freilich zugcstchn,

Das Urtel ist zu mild für solchen Schimpf —

Nicht ehrcnwcrth ist's für den Rath der Vierzig,

So milde Straf' ans daszu setzen, wasEin Frcoel ist an euch und auch an ihnen,

-Als euren Untcrthanen; doch es gibt