Druckschrift 
2 (1854) Der Giaur. Die Braut von Abydos. Die Belagerung von Korinth. Parisina. Der Gefangene von Chillon. Mazeppa. Die Insel oder Christian und seine Gefährten. Beppo. Fragment des Vampyr
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

Fern schwimmt am Horizonte das VerdeckN»r noch ein kleiner immer klcinrcr FleckJetzt ist cs weg. Und Meer und Lust ist rein!Zum Freunde taucht sic iu die Flut hinein,Erzählt, was sic gcschn und was sic ahnt,

Woran sic Hoffnung, so wie Liebe mahnt.

Sic taucht empor, und Torquill folgt sogleichDer Nereide durch das Wasserreich;

Schwimmt nach der Felscuspaltc, wo das BootVerborge» lag, den» als sie in der NothEs ruderlos gelassen wilden Wogen,

Am Abend, als sie sich dem Feind entzogen,

Fing sic es wieder auf, als dieser fort,

Und barg es daun an diesem sichern Ort!

Kein Kahn trug je an Lieb und Glück so schwer,Wie dieser leichte Nachen übers Meer.

15 .

Ihr heimisch Ufer zeigt' sich jetzt den Blicken,

Nicht mehr getrübt oon feindlichen Geschicken;

Kein mürrisch Schiff, als flutend KcrkcrhausSchwebt ans dem Schaum und wildem Mccrcsbraus,Nein, Alles war soll Hoffnung! Tausend BöteVerkünden sich mit Muschclhoru und Flöte,

Die Häupter wie das Volk im Jnbclto»

Begrüßen Torquill als erhaltucu Sohn;

Umarmend drängen sich die WcibcrschaarenUm Neuha, fragend: Was ihr widerfahren?

Wie sie entkommen? Sic erzählt und dannErhebt sich neues Jauchzen himmelan;

Und von der Stunde hieß zu ihrem -RuhmDie ,,Ncnha-Höhlc" jenes Heiligthum.