Vs war geschehn! und jenen Flüchten allenWar Fessel oder Tod als LovS gefallen,
Auf dem Verdeck in schweren Kotten wandenSic jetzt sich, wo sic ehrenvoll einst standen,
Ein trüber Nest von jener Jnselinente,
Und nur der Fels gab nicht lcbendgc Beute.
Kalt lagen dort sic, wo sic nntcrgingcn;
Das Secgcvögel mit den nassen SchwingenUmflattert sic, wenn es am Ufer ächztUnd dann ein hnngerkrssschend Grablied krächzt:Indessen still und sorglos fortgczogenSich drunten heben mitleidlose Wogen,
Auf deren Rücken sich Delphine schwingen,
Und Flügclstsche nach der Sonne springen,
Bis ihre trocknen Schwinge» nicdersinkcn,
Um in der Flut sich neue Kraft zu trinken.
14 .
Früh war's, und Ncuha schwamm mit TagcsgrancnEmpor, den ersten Sonnenstral zu schauen,
Und spähte rings, ob Torquill unbcdroht, —
Als sich ein Segel ihrem Auge bot:
Es flaggt und blähte sich, — cs schwoll sein BauchIm Wind -— da stockt fast ihres Athems Hauch,
In banger Furcht beginnt ihr Herz zu schlagen,
Wohin der Lauf das Schiff wol möge trage»? —
Doch nein! cs nahte nicht: in schneller FluchtWard kleiner schon der Schatten in der Bucht,
Vom Auge streicht sie sich den Schaum der Wogen,Starrblickend, wie nach einem Regenbogen.