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2 (1854) Der Giaur. Die Braut von Abydos. Die Belagerung von Korinth. Parisina. Der Gefangene von Chillon. Mazeppa. Die Insel oder Christian und seine Gefährten. Beppo. Fragment des Vampyr
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Des Stammes Blüte hold und mild,

Des todtcn Vaters ganzes Herz,

Mein größter und mein letzter Schmerz,Für den ich nur zn lebe» strebte:

Daß er gesund und frei einst lebte,

Er, der sich noch so ganz bcmcistcrt,

Sci's oon Natur, sei cs begeistert,'Auch er sank hin, da Tag für TagDie holde Blüte mehr erlag.

O Gott! cs ist doch fürchterlich,Entschwingt die Menschcnseelc sich!

In jeder Form, mit jedem Muth,Verströmen sah ich sie im Blut:

Ich sah sic mit dem Meer im Kampfe,Erfaßt von der Verzweiflung Krampfe;Ich sah sic auf dem Bett der SündenDie Angst im Wahnsinn wild entzünden,Das waren Schrecken, aber dießWar reines Weh, still und gewiß:

So ruhig welkt er und so gleich,

So sanft geschwächt, so lieblich weich,

So furchtlos und doch wehmuthvollNm Jene, die er lassen soll;

Mit Wangen, die noch Rosen krönen,

Als wollten sic den Tod verhöhnen,

Von denen sanft die Farbe wich,

Als ob ein Regenbogen blich,

Mit Augen, deren lichte PrachtErhellte fast des Kerkers Nacht;

Kein Murren und kein Klagcton,

Daß er verwelkt so frühe schon!

Ein kurz Gespräch von bessern Tagen,Von Hoffnung, nimmer zu verzagen,

(Da stumm und aufgelöst ich lag