Uns »ünmcr i» Vas -Antlitz sch»,
Als durch das bleiche fahle Licht,
Wo fremd ward jedes Angesicht.
Getrennt — und dennoch im Verein,Gefesselt, in dem Herzen Pein,
Von Licht und Luft so ganz geschieden,
War uns ein Trost, ein süßer Frieden,
Daß wir der Sprache Banden lösten,
Uns gegenseitig so zu tröstenMit neuer Hoffnung, alten SagenUnd Sang ans früher» Hcldcntagen;
Bald sollt' auch dieses uns versagen!
Die Stimme ward ein hcis'rcr Schall,
Des Kerkers trüber Wicderhall,
Ein geller Ton — nicht frei und voll,
Wie er in früher» Tagen scholUVielleicht war's Wahn — doch meinem OhrKam's nie wie eigne Stimme vor.
4 .
Ich war der Acltcstc von den Drein;Der Andern Muth und Trost zu seinWar meine Pflicht in dieser Haft,
Ein Jeder that nach seiner Kraft.
Der Jüngste, meines Vaters Herz,
Weil er geerbt der Mutter Brauen,
Die Augen selbst, die himmelblauen —Erfüllte mich mit tiefem Schmerz.
Bei Gott! cs war ein Bild der TrauerSolch Vöglcin in so schnödem Bauer!Denn er war lieblich wie der Tag,(Schön, wie der Tag vor mir einst lag,
Byron'o Werke II.
12