Sonett auf Chillon
^>ch:m k
Du ewiger Geist, dem alle Fesseln schwinden!
Freiheit! im Kerker ist dein hellstes Tagen,
Wo dn das Herz zur Wohnung anfgcschlage»,Das Herz, das Liebe nur zu Dir kann binde».
Wenn Deine Söhne feuchte Kerker finden,
Wenn fie verdammt find, Ketten zu ertragen,Wird doch ihr Martyrthnm im Lande ragen,
Der Ruf der Freiheit fliegt mit allen Winden.
Chillon! Dein Kerker glänzt als hcilgc Zelle,
Dein Boden als Altar! denn trotz der Plagen,
So lang der Fuß noch schritt, betrat die Stelle,
Als waren Rasen diese Plattcnlagcn,
Cinst Bonnivard! — daß nie die Spur zerschelle,Sic soll die Tyrannei vor Gott verklagen!
a..