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2 (1854) Der Giaur. Die Braut von Abydos. Die Belagerung von Korinth. Parisina. Der Gefangene von Chillon. Mazeppa. Die Insel oder Christian und seine Gefährten. Beppo. Fragment des Vampyr
Entstehung
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Äls dieses Gcdicht verfaßt wurde, war ich noch nicht genug mitder Geschichte Bonnivards bekannt; ich würde sonst den Heldendesselben durch einen Preis seines Muthcs und seiner Tugenden znerheben versucht haben. Hier einige Nachrichten über sein Leben.Ich verdanke sic der Gefälligkeit eines Bürgers jener Republik, dieimmer noch stolz ist auf das Andenken eines Mannes, welcher imschönsten Zeiträume alter Freiheit einen Ehrenplatz verdiente:

Franz von Bonnivard, Ludwig von Bonnivards Sohn,gebürtig von Seysscl und Herr von Lünes, wurde im Jahre 1490geboren. Er studirte in Turin. Sein Oheim, Jean Aimö vonBonnivard, trat ihm 1510 das Priorat von St. Bictor ab, wel-ches sich bis an die Mauern von Genf erstreckte und ein bedeutendesEinkommen abwarf.

Dieser große Mann (den Namen verdient Bonnivard wegender Stärke seiner Seele, der Redlichkeit seines Herzens, der Würdeseiner Bestrebungen, der Weisheit seiner Rarhschläge, des Muthcs beiseinen Thatcn, des Umfanges seiner Kenntnisse und wegen der Auf-gewecktheit seines Geistes) dieser große Mann, welcher Alle, dievon heldenmüthigcr Tugend noch gerührt werden, zur Bewunderunghinrcißen muß, erweckt gewiß noch den lebhaftesten Dank in den Her-zen der Genfer, die Genf lieben. Stets war Bonnivard eine derfestesten Stützen dieser Stadt. Er trug kein Bedenken, oft seineFreiheit auszuopfern, um die der Republik zn sichern; er vergaß seineBequemlichkeit, er verachtete seine Rcichthümer, er unterließ Nichts,um das Glück eines Vaterlandes zu befestigen, das er durch seineWahl geehrt hakte. Von dem ersten Augenblicke seines Aufenthaltesdarin liebte er cs, wie der eifrigste seiner Bürger. Er diente ihm