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Empfindung, dic erkaltet schien,
Entzündet jetzt von Neuem ihn,
Als ihn des Henkers Hand will binde», —
So null er nicht, nicht jetzt erblinde»,
Als faßt' ihn vor dem Tod ein Beben:
„Nein, nehmts, verwirkt ist Blut nnd Leben, —Dic Hand gefesselt — doch die AugenLaßt letztes Licht im Tode sangen —
Schlag zu" — nnd wie das Wort er spricht,Beugt er zum Block das Angesicht;lind Hugo's letzte Rede blieb:
„Schlag zu" — denn blitzend fiel der Hieb —Hin rollt das Haupt — so schwer nnd dumpf,
Es spritzt das Blut, cs stürzt der Rumpf,
Jndcß den Staub die RcgcnflntDer Adern löscht mit ihrem Blut.
Noch zuckt auf Mund und Aug' ein SchimmerKrampfhaft und schnell — dann starr ans immer.
Er starb, wie Sünder sterben sollen,
Ganz ohne Prunk und Eitelkeit,
Dcmüthig, fromm, zum Tod bereit,
Nur einen Priester als GeleitUnd Hoffnung eines Reuevollen;
Und vor dem Prior auf den Knien,
Fühlt er sein Herz der Welt entflicht!;
Des Vaters Groll — die liebe Brant —
Was sind sie ihm in dieser Stunde?
Kein Vorwurf und kein Jammcrlaut —
Gebet nur strömt aus seinem Munde!
Bis aus das Wort, das ihm entslohn,
Als er, den Schlag erwartend schon,
Begehrt das Auge frei zu lassen,
Sein letzter Abschied im Erblassen.
Bywn'S Wcrkc II.
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