^Ocr Vorfall, der dcm folgenden Gedichte znm Gründe liegt, istentlehnt ans Gibbon's „Alterthümcrn des Hanfes Brannschweig."Mir ist nicht unbekannt, daß der verwohnte oder eigensinnige Ge-schmack der nenern Zeit derlei Gegenstände kaum billigen mag alsdichterische Stoffe. Anders dachten hierüber die griechischen Drama-tiker und einige unsrer besten alten englischen Dichter, so wie in neue-rer Zeit auf dem Continentc Alficri und Schiller. Der nachstehendeAuszug liefert die historischen Thatsachen, worauf die Erzählung be-ruht. Als leichter dcm Versmaß sich fügend ist der Name Az o fürNicolas gewählt worden.
„Unter der Regierung Nicolas III. ward Ferrara Zeuge einestragischen Familienercignisses. Durch das Zeugnis? eines Dienersund durch eigne Beobachtung aufmerksam gemacht, entdeckte der Mar-chese von Este die verbrecherische Liebe seiner Gemahlin Paristna undseines Vastardsohncs Hugo, eines schönen und tapfer» Jünglings.Beide wurden im Schlosse enthauptet nach dem Urthcil des Vatersund Gemahls, der ihre Hinrichtung überlebte. Unglücklich war er,wenn sie schuldig waren; noch unglücklicher, wenn sic schuldlos: undin keinem Falle möcht' ich diese Anwendung der strengsten Gerech-tigkeit von einem Blutsverwandten billigen."
(Gibbon's vermischte Werke, III. 170.)
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