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Steigt über sie der rächende Troß;
Frisch und wüthcnd erneu» sich die Horde»,
Die durch das Blutbad nicht dünner geworden,Während die inüden ChristcnschaarcnVom Angriff ganz ermattet waren.
Schon stehn die Türken an dem Thor,
Doch eisern reckt sich's noch empor,
Und heiß und tödtlich zielend pralltDie Kugel noch durch jeden Spalt,
Ein schwefcldichtcr SalvcnschaucrDringt aus gcborstncr Fcnstcrmaucr,
Doch jetzt wankt des Portales Macht,
Das Eisen weicht, die Angel kracht, —
Es schwankt — es stürzt — es ist gcschch» —Nicht kann Korinth mehr widerstehn!
30.
Düster stand und ganz alleinMinotti an dem Altarstcin,
Madonna sah im Hcilgcnschein,
Von Himmelsglanz umhaucht die Glieder,
Mit mildem Blick auf ihn hernieder;
Sic pflegt den heilgcn Ort zu schmücken,
Um uns der Erde zu entrücken;
Schn kniccnd wir im Bilde sic,
Das Gottcskind auf ihrem Knie,
So lächelt hold sic unscrm Flchn,
Als wollte sie's gen Himmel wehn.
Stets lächelnd, lächelt sic auch jetzt,
Ob Blut auch ihren Dom benetzt: —
Minotti blickt in ihren Schein,
Und schlug cff> Kreuz in stiller Pein,
Dann griff er zur Fackel, die neben ihm brannte,