Lhurchül's Grab.
Ich stand an dessen Grab, dcr licht und großWie ein Komet einst stralte, doch ich fandDas niedrigste von allen Gräbern blos;
Mit Schmerz zugleich »nd Ehrerbietung standIch vor dem welken Gras, dem stummen Stein.Unklar die Schrift, gleich allen, die sich reih»Ringsum, die Niemand lese» mag; ich sagteZum Gärtner dieses Orts: „warum alleinNach diesem Grab ihn jeder Fremde fragte,
Doch unbeachtet ließ' dcr andern Reih'»?"
Die Antwort war: „Ich weiß cs nicht zu sagen,Warum die Fremden darnach Sehnsucht tragen;
Gr starb, bevor das Amt mir war verlieh»,
Von mir ist die Bestattung nicht gescheht!."
Und dies ist Alles? dacht' ich — und wir zieh»
Am Schleier dcr Unsterblichkeit? ersehn,
Ich weiß nicht was, für Ehr' und Zeiten,
Die ferne noch, um dies nur zu erstreiten?
Nur um so schnell, so spurlos zu vergehn?
Dcr Architekt von dem, worauf wir stehn,
(Denn Erd' ist nur ein Grabstein) hatte jetztErinn'rung sich vom Staub erweckt zuletzt,
(Deß Mischung wirrt auch eines Newton Sinnen,Müßt' alles Leben ende» nicht in Eines,
Wovon wir träume» blos;) als es ihm innenWie Dämm'rung eines fernen SonnenscheinesNun tagte, sprach er: „Irr' ich nicht, der Mann,Nach dem ihr forscht und der hier ruht, war dannEin großer Schreiber einst zu seinen Zeiten,
Und darum kommen Fremde wol vom Weiten,
Um Ehre diesem Mann zu zollen — mir,