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Dic Wellen des ägcischcn Meeres branden.
2lllein wo sind sie — diese Nebenbuhler?
Ein Hänschen Erde scheidet ihre Grüfte.
Wie friedlich »nd wie mächtig ist das Grab!
Da ruhet Alles; eine glatte Welle,
Deckt es die Welt. Zwar alt schon ist der Spruch:„Zum Staube Staub!" doch noch nicht halb erfüllt;Die Zeiten mildern seine Schrecke» nicht —
Noch krümmen sich die Würmer um dic Leiche,
Und noch bewahrt das Grab dic alte Form,
Zwar oben mannichfach, doch unten gleich;
Nicht glüht dic Asche, wie dic Urn' auch schimmert.Als Mumie liegt Kleopatra im Meer,
In das vom Reich sic den Anton verlockte;
Und Alerander's Urne prunkt am Strande,
Den er nicht kennend doch erobern wollte.
Wie thörig, ja wie schlecht erscheint der WunschDes Rasenden, des Macedonier's Thräne!
Nach Weltcrob'rung weint' er, und nun kenntDer Erde Hälfte seinen Namen nicht,
Und dann auch nur Geburt und Tod und seineVerwüstung, deren Schrecken Griechenland,
Nicht aber ihren Frieden auch erfuhr.
„Nach Weltcrob'rung weint' er," er, der nimmerDic Welt begriff, nach welcher ihn verlangte!
Es war ihm unbekannt des Nordens Insel,
Wo jetzt sein Staub, wo nie sein Sccptcr herrschte.
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Doch, wo ist er, der, stärker noch als jener,Monarchen seinen Wagen zwang zu zieh»,
War er gleich selbst als König nicht geboren?Wo ist er, der Sesostris unsrer Tage?