287
I» Ketten, die i» deren Ohr mm tönen,
Die Freiheit danken erst Venedigs Söhnen;Gemeinsam Weh ward ihr mit Allen gleich:Geheißen vom Erobrer „Königreich,"
Weiß sie, was Jeder weiß — und wir zumeist —Wie Tyrannei mit goldncn Worten gleißt!
Der Name Republik ist wcggegangcnVon den drei Brüchen der gequälten Welt;
Sklav' ist Venedig; — Holland hat empfangenEin Sccptcr und erträgt des Purpurs Prangen;Ist Freiheit auch dem Schweizer noch geselltAuf freien Höh'n, doch ist sic bald oorbei;
Zu listig ist ja doch die Tyrannei,
Und tritt, wenn sic erspäht dic günstige Zeit,
Den Funken aus. Ein Land nur, groß und weit,
Dcß kräftig Volk fcrnhält der Ocean
Und das im Dienst der Freiheit wächst heran,
Die cS erstritte» von den Vätern fand,
Als edles Erbtheil nun für Herz und Hand,
Als Unterschied von jedem andern Land,
Dcß Söhne knien vor'in Herrn zum Staube tief,Als ob im dummen Scepter Zauber schlief',
Und tief geheimstes Wissen drinnen ruhte; —
Ein großes Land hebt noch in freiem MuthcSein Haupt empor, durch Freiheit hochgeehrt,Jenscit des Occans! — cs hat gelehrtDie Esaubrüdcr, daß die Flagge dort,
Stolz nicdcrwchcnd von Albion's Fclsenport,Gestrichen wird vor denen, welche frohDurch Blut ihr Recht erkauften. — Besser so,Und wär' auch jedes Mannes Blut ein Bach,