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8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
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9 .

Einst war ich raschm Sinnes so ist's nicht mehr;Die Wunden heilten, sonst zerschellt' ich schonDas Hirn am Gitter längst, durch das zum HohnDie Sonne schien; ich litt und leide sehr,

Viel sprach ich aus, doch trug ich Leid, so schwer,

Daß Worte fehlen, dennoch blieb ich leben,

Ilm nicht durch Selbstmord Lügen zu erheben.

Die mich hiehcr gebracht; nicht soll die Schmach,

Des Wahnsinns Schimps an meinem Namen kleben;

Ich strebe nicht dem Mitgefühle nach,

Das Urtheil siegelnd, das mein Feind mir sprach.

Nein ewig soll er leben! UmgcstaltenWill ich zum Tempel diese Zelle hier,

Den des Besuchs einst Völker würdig halten,

Indessen du, Ferrara! wenn in dirNicht länger deine Fürsten wohnen, ganzVerfällst, und deine stolzen Hallen schwinden;

Dann ist dein cinz'gcr Ruhm ein Dichtcrkranz,

Ein Dichter-Kerker kann dein reichster Glanz,

Wo Fremde staunen, dich so leer zu finden!

Und du, Lconora! du die einst sich schämte,

Daß ich dich liebte, daß Geringem gar,

Als Königen, dein Bild so thcucr war,

Geh', sag' dem Bruder, daß mein Herz Nichts zähmte,

Nicht Jahre, Gram und Qual, vielleicht ein FleckenVon dem, was er an mir schon wollt' entdecken

Daß cs, verpestet durch ein Loch, wie dies,

Wo selbst der Geist verfault samt dem Verließ,

Dich noch verehrt; und sag' denkt man der Zinnen,Die Tanz und Schmaus, sein lustiges BeginnenBeschützen denkt man ihrer einst nicht mehr,

Da Niemand ihre träge Ruhe stört,