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Einst war ich raschm Sinnes — so ist's nicht mehr; —Die Wunden heilten, sonst zerschellt' ich schonDas Hirn am Gitter längst, durch das zum HohnDie Sonne schien; ich litt und leide sehr,
Viel sprach ich aus, doch trug ich Leid, so schwer,
Daß Worte fehlen, — dennoch blieb ich leben,
Ilm nicht durch Selbstmord Lügen zu erheben.
Die mich hiehcr gebracht; nicht soll die Schmach,
Des Wahnsinns Schimps an meinem Namen kleben;
Ich strebe nicht dem Mitgefühle nach,
Das Urtheil siegelnd, das mein Feind mir sprach.
Nein — ewig soll er leben! — UmgcstaltenWill ich zum Tempel diese Zelle hier,
Den des Besuchs einst Völker würdig halten,
Indessen du, Ferrara! wenn in dirNicht länger deine Fürsten wohnen, ganzVerfällst, und deine stolzen Hallen schwinden;
Dann ist dein cinz'gcr Ruhm ein Dichtcrkranz,
Ein Dichter-Kerker kann dein reichster Glanz,
Wo Fremde staunen, dich so leer zu finden!
Und du, Lconora! — du — die einst sich schämte,
Daß ich dich liebte, daß Geringem gar,
Als Königen, dein Bild so thcucr war,
Geh', sag' dem Bruder, daß mein Herz Nichts zähmte,
Nicht Jahre, Gram und Qual, vielleicht ein FleckenVon dem, was er an mir schon wollt' entdecken —
Daß cs, verpestet durch ein Loch, wie dies,
Wo selbst der Geist verfault samt dem Verließ,
Dich noch verehrt; — und sag' — denkt man der Zinnen,Die Tanz und Schmaus, sein lustiges BeginnenBeschützen — denkt man ihrer einst nicht mehr,
Da Niemand ihre träge Ruhe stört,