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8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
Entstehung
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Ein Abglanz von cntschwund'uer Tage Licht,

Doch noch vom Schimmer seiner Sonne spricht.

Der war' hier Einer, welcher Freud' empfindet,Sieht er, wie Weisheit schwacher wird und schwindet,Der jauchzt, wenn Geister, reich an HimmclstöncnVordem, nun plötzlich nur voll Mißklaug stöhnen,

O! laßt ihn, denn er fühlt, nicht, daß manchmal,Was er für Laster halt, nur innrc Qual.

Hart ist sein Loos, auf den die Menge schaut,

Mag sic nun loben oder schmähen laut;

Kein friedlich Requiem wird ihm; dem RuhmGönnt Thorheit gar zu gern das Märtyrthum.

Der Feind, dcß schlaflos Auge jederzeitAls Wächter, Kläger und Spion bereit,

Der Feind, der cifcrsücht'ge, ncid'schc Thor,

Der Andrer Qual sich nur zur Lust erkor -

Schaut diesen Schwarm! der gern hcruntcrsetzt,

Der bis zum Grab des Ruhmes Schritte hetzt,

Belauernd Fehler, die der Genius

Der Glut, die ihn erzeugt, meist danken muß;

Der Wahrheit fremd, der Lüge zugcthan,

Baun sic der Schmähsucht Pyramiden an!

Dies ist des Ruhmes Thcil! und wenn damitArmuth und Sicchthum auch »och zu ihm tritt,Verlernt der hohe Geist den Flug empor,

Muß mit dem Elend ringen er am Thor,

Unwürd'gcs leiden, und cntgcgengchnDem schmutz'gcn Haß, nur Hohn und Mißgunst sehn,lind zeigt ihm Hoffnung nur ein gleich Geschick,Denselben falschen, gist'gen Schlangcnblick:

Wenn Nebel solcher Art sic stets umkrallen,

Was Wunder, wenn zuletzt die Stärkste» fallen?

Die Brust, worin Gefühles Stärke ruht,