2)0
Ein mächt'gcr Geist schwand — eine Macht erblichVon Tag zu Finsterniß, — mit welchem sichKein Licht vergleicht, — kein Nam' auch, ans einmalEint' er als Brennpunkt jeden Rnhmesstral!
Des Witzes Blitz — des klaren Geistes Glanz,
Der Dichtung Glut -- die RcdncrelcganzErlosch mit ihm — cs blieb zurück jedochDes cw'ge» Geistes Schöpfung dauernd noch;
Die Frucht von seinem Morgen, Mittagsschein,
Die, starb er auch zu früh, wird ewig sei»!
Vom wnndcrrcichcn Ganzen wenig zwar,
Nur Theilc von dem Glntgcist, licht und klar,
Der All 'umfaßte, Licht auf Alle streuend,
Erschreckend bald, bald labend und erfreuend.
Im Rath, wie bei der frohen Tafel ScherzenWar der Gebieter er von allen Herzen;
Nach dessen Beifall selbst die Höchsten rangen,
Deß Lob der Größten, Stolzesten Verlangen.
Als des zertrctncn Hindostan Geschrei
Aufwärts zum Himmel schallte laut und frei, ^
Sein war der Donner da, der Rächcrstab,
Der Zorn, der laute Ruf, den Gott ihm gab lSein Mund war's, der die Völker rührt' und lenkte;Bis lebend der Senat ihm Beifall schenkte.
Und hier, o! hier, wo jung und warm noch wallten,Die er erschuf, die heitere» Gestalten;
Der Dialog, der Witz, so unvergleichlich,
Der, nie versiegend, immer strömte reichlich;
Die glüh'ndcn Bilder, lcbcnfrisch, die bringenDie Wahrheit mit, von der sic all' entspringen :
Das Wundcrwcscn seiner Phantasie,
Dem sein Gedanke volles Dasein lieh,
Hier schaut dies Alles an der Hcimatstclle,
Von der Proincthcusfarbcnglnt noch Helle;