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An das Weib.
O Weib, Erfahrung macht den Schluß,
Daß wer dich sicht, dich liebe» muß.
Fumvahr, Erfahrung lehrt zugleich,
Dein treustes Wort sei lügenrcich.
Doch, stehst du reizend vor mir da,
Vergesst ich Alles, fern und nah!
Erinn'rung, doppelt dann gesegnet,
Wenn Hoffnung dem Besitz begegnet;
Verflucht jedoch von dem, der liebt,
Wenn Hoffnung flicht und Glut zerstiebt.
Weib! trügerisch, doch hold und traut,
Daß jeder Jüngling gern ihr traut.
Wie schlagt der Puls, wenn man umstricktZuerst ein blaues Aug' erblickt;
Auch schwarz und funkelnd mild zu schau»,Umwallt von schöngcbognen Braun,
Wie schnell wird ihrem Wort getraut,
Auf ihren Eidesschwur gebaut,
Man hofft, cs dauert ewiglich,
Ei» Tag! und ach, sic ändert sich.
Stets hat das Sprüchlein drum Bestand:„Weib! Schwüre schreibst du in den Sand."