Druckschrift 
8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

12

Es scheidet der Enkel vom Sitze der Ahnen,

Der Lcbwohl euch Schatten der Helden noch beut,Daheim oder ferne wird immer ihn mahnenDer Ruhm eurer Thaten znm Muthe wie heut.

Ob Thränen beim Scheiden den Blick ihm verdunkeln,Natur, doch nicht Schrecke» erregt sein Gefühl,

Der Ruhm seiner Ahnen wird leuchtend ihm funkeln,

Und schweift er auch fern und in buntem Gewühl.

Der Ruhm, das Gedächtnis' bleibt ewig ihm thcner,

Er gelobt, daß nie er den Mahnungen taub;

Sein Leben und Sterbe» sei würdig stets euer,lind stirbt er, so mische mit euch sich der Staub.

Verse,

geschrieben in:Rvuffeau's Briefe einer italienische.» Nonne an eine»Engländer."

Fort, fort mit deinen Schmeichelei»,

Die Thoren täuschen sic allein,

Du lächelst über deinen Lng,

Doch sic beweinen de» Betrug."

Antwort auf das Vorhergehende, an Miß gerichtet.

O Holde, diese Schmeichelei»,

Von denen du dich willst befrei»,

Sind nur in deiner Einbildung,

Sic schuf nur deines Geistes Schwung.

Denn wer nur deinen Reiz erblickt,

Wen dein Gesicht, dein Wuchs bestrickt,