Druckschrift 
5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

Und weinst du nicht um dcn verlornen Stern,

Vergessen wir auch unser» Himmel gern.

An oh.

O meines Vaters Zelt, und meiner Heimat SchooGebirg und Wald, wenn ihr mir nicht mehr scheint,Wer tröstet Anal), wenn darum sie weint?

Azazicl.

Der Geist, der dein Gemahl.

Sei ruhig! sind vom Himmel wir vertrieben,

Ist Vieles unverlierbar uns geblieben.

Raphael.

Rebell! dein Wort ist ruchlos, wie der WerthVon deinen Thatcn schwach! Das FlammcnschwcrtVertrieb einst Adam rasch aus Edens Thal,

Noch immer blitzt in Engclhand der Stahl!

Azazicl.

Uns schlägt es nimmer; drohe Tod dem Staube,Und sprich von Waffen, die zum Tödtcn taugen!

Was ist dein Schwert in unser» ew'gcn Augen?Raphael.

Die Stunde naht, die deine Kraft bewahrt,

Daß sie erfahrt,

Wie man umsonst nur Kampf dem Herrn erklärt;

Die früh'rc Kraft gab dir allein der Glaube.

(Sterbliche kommen, die fliehend Zuflucht suche».)Chor der Sterblichen.

O Gott! die Erde mischt sich mit der Luft!

O Gott, verschon uns! ach, was thatcn wir?

Horch! selbst Gebete heult das wilde Thier!

Der Drache kriecht aus seiner Fclscnklust,

Und mischt sich harmlos unter Mcnschcnscharcn!

Die Vögel kreischen bang' am Himmelszelt!

Herr, woll' uns noch vor deinem Zorne wahren!Erbarme dich doch deiner eigne» Welt!