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5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
Entstehung
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163
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Kann doch deine Liebe nichtWärmer lohnen, als die meine,

In mir recht ein Stral oon Licht,

Wie das Gottes, wie das deine.

Doch cs muß sich noch verhüllen,

Meiner harrt des Todes Nacht, -Trotz' ich doch, sic zu erfüllen,

Wenn oom Leben trennt die Macht.

Soll ich deßhalb von dir scheiden?

Ewig bist dn, doch auch ich,

Thräncn, Zeit und Furcht und Leiden

Rufen donncrkräftig mich

Mit den Worten: d» lebst immer!

Aber ist dies Glück auch wahr?

O! das frag' ich nimmer, nimmer,

Nur dem Ewgcn ist cs klar.

Hüllt er Lust und Leid mit Wolkenflören,

Kanu er nie doch dich und mich zerstören.Acndcrn kann er uns, doch nicht besiegen,

Wir sind ewig und wir müßten auchMit ihm, wen» er irgend wollte, kriegen.

Mit dir thcil' ich meines Lebens Hauch.

Thciltest ja das Leben auch mit mir,

Ew'ges Leid crtrüg' ich selbst mit dir.

Wenn auch Schlangcnstachcln mich durchstießen,Wenn du selbst die Schlange wärst, v komm,Ringle dich, mich ewig zu umschließen,

Lächeln werd' ich dennoch lieb und fromm.Fluchen werd' ich nicht, nein warmSchließ' ich dich in meinen Arm,

Wie doch fühle nun die Triebe,Sterblicher Geschöpfe LiebeZu Unsterblichen. Doch beut dein SternGrösste Freuden dir, als unsrer, bleibe fern.

ii'