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Wirst du wol dcm verzeih», dem nie sein GottVerzeiht noch seine Seele. Lebe wohl!
Berühren darf ich nicht, was du nun bistDurch mich, der aus demselben Leib entsprossen,Dieselbe Brust trank und dich oft an meineIn brüderlicher Zärtlichkeit gepreßt —
Kanu nie dich wieder sehn und wage nichtZu thuu für dich, was du für mich thun solltest:
Den Leib ins Grab zu legen — ach, das erste,
Was für die Sterblichkeit gegraben wird.
Wer aber grub dies Grab? O Erd'! o Erde!
Für all die Früchte, die du mir gereicht,
Gab ich dir dies zurück. — Nun fort zur Wüste!
(Adah beugt sich nieder und küßt Abcl's Leichnam.)
Adah.
Ein grauser früher Tod, mein Bruder, warbDein Loos. Von allen dich BetrauerndenDarf ich allein nicht weinen. Meine PflichtHeißt mich nun Thränen trocknen, nicht vergießen,Doch trauert unter Allen Kcins wie ich,
Nicht nur um dich, um deinen Mörder auch.
Nun, Cain, thcil' ich deine Last mit dir.
Cain.
Ostwärts von Eden wählen wir den Pfad,
Der wüste paßt allein für meine Schritte.
Adah.
Komm! sei mein Führer du, und unser GottDer deine! Laß uns nun die Kinder holen.
Cai».
Und er, der vor uns liegt, war kinderlos!
Durch mich versiegt ber Quell des edlen Stamm s,Der seiner sungen Ehe schön entsprösse,