153
Das Leben, schuf mich selber nicht; doch könnt' ichMir meinem Tod vom Staub ihn wieder kaufen —Warum das nicht? Gebt ihn dem Licht zurück,
Und starr lieg' ich! So wird ihm hergestclltVon Gott das Leben, der ihn liebt; genommenVon mir ein Etwas, das ich ungern trug.
Engel.
Wer heilt den Mord? Geschehen bleibt gescheh».Geh! mache deine Tage voll! und mögenNie deine Thatcn deiner letzten gleichen!
(Der Engel verschwindet.)
Ad ah.
Er ist hinweg. Nun komm! Ich höre drinDen kleinen En och in der Hütte weine».
Ca in.
Ach, dieser weiß cs nicht, warum er weint!
Und mir, der Blut vergoß, mir fehlen Thränen!
Nicht die vier Flüsse reinigten mein Herz!
Was meinst du, ob mein Kind mich liebe» wird?
Ad ah.
Dacht' ich, er könnt' cs nicht, so wollt' ich —
Cain.
(Sie unterbrechend.)
Nein! Keine Drohung mehr. Wir hatten schonZu viele! — Zu den Kindern geh; ich folge.
Ad ah.
Allein laß ich dich bei dem Todtcn nicht,
Laß uns zusammen gehen.
Cain.
O, du todter
Und cw'ger Zeuge, dcß untilgbar Blut
Rings Erd' und Himmel schwärzt! Was jetzt du bist,
Nicht weiß ich'S! doch erblickst du, was ich bin,