Druckschrift 
5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
Entstehung
Seite
149
Einzelbild herunterladen
 

1 49

Der Erde Frucht sci Asch' in seinem Mund

Im Laube, wo er schlummernd ruhet, kriecheDer Scorpion! Sein Opfer sei sein Traum

Sein Wachen unabläfs'ge Todesangst

Der klare Bach verwandle sich in Blut,

Wenn er mit gicr'ger Lipp' ihn will besudeln!

So wandle sich ihm jedes Element!

Er leb' in Martern, wovon Andre sterben!

Der Tod selbst sei ihm härter noch als Tod,

Weil er zuerst den Menschen ihn gezeigt!

Fort, Brudermörder!Cain" heißt man solchenBei allen Myriaden nun der Menschheit,

Die dich verabscheu», ob du gleich ihr Ahn.

Das Gras welk' unter dir! der Wald verwcig'reDir seinen Schatten! und der Staub ein Grab!

Die Sonn' ihr Licht! der Himmel seinen Gott!

(Eva geht ab.)

A dam.

Cain, geh fort, wir weilen nicht beisammen,

Geh! laß den Tobten mir ich bleibe nun'

Allein wir dürfen uns nie wieder sehn.

Ad ah.

O, scheide so nicht von ihm, Vater! labeZu Eva's Fluch nicht deinen auf sein Haupt!

Adam.

Ich fluch' ibm nicht; sein Geist wird Fluch ihm, Zillah,Komin!

Zillah.

Wachen muß ich bei des Gatten Leiche.

Adam.

Wir kehren wieder, wann er sich entfernt,

Der uns bereitet diese traur'gc Pflicht.

Komm, Zillah!