Druckschrift 
5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

33

E r st c Schicksals s ch w e st c r.

Laßt ihn! Er ist mein!Fürst unsichtbarer Mächte! dieser MannIst nicht gemeinen Standes, wie schon HaltungUnd sein Erscheinen hier bewahrt; sein LeidenWar gleich unsterblich, wie das unsrige.

Sei» Wissen, Können und sein Wollen war,

So weit cs mit dem Staub vereinbar ist,

Der Geistiges nur hemmt, so auscrwahlt,

Wie selten cs erscheint. Sein ganzes StrebenSchwang weit sich über das der Erdbewohner;

Doch lehrt' cs nur, was längst wir wissen, ihn:

Daß nicht Erkenntniß Glück ist, und daß Wisse»

Uns nur Unwissenheit vertauschen läßtMit einer andern Art Unwissenheit.

Doch dies ist noch nicht Alles Leidenschaften,

Der Erde wie des Himmels Erb' und Thcil,

Die kein Geschöpf, vom Wurm an, keins verschonen,Durchbohrten ihm das Herz und machten ihnZu Etwas, daS ich Mitleidlose selbstVon Andern gern bedauert sehe. Mir

Und dir gehört er, sei's nun wie es sei,

Kein andrer Geist in dieser Runde hatSolch' eine Seele Keiner Macht darüber.

Nemesis.

Was führt ihn her zu uns?

Erste Schicksalsschwcster.

Laßt ihn das sagen.

Manfred.

Ihr wißt, was ich gewußt; und ohne MachtWar' ich nicht unter euch; jedoch cs gibtNoch tiefte Mächte diese such' ich auf,

Von ihnen fodr' ich, Rede mir zu stehn.

g'