Beim Fluch, der schwer auf meiner Seele liegt,
Bei dem Gedanken, der in mir und um mich,
Beschwör' ich euch. — Gehorcht nun und erscheint!
(Ein Ster» wird am dunklem Ende der Galleric sichtbar ; er bleibt stehenund man hört eine Stimme singen.)
Erster Geist.
Sterblicher! des Bannes GrausRiß mich ans dein Wolkcnhaus,
Das, erbaut von Dämmerluft,
Goldig glänzt im Abenddnst, —
Den die Sonne blendend reinFärbt mit röthlich blauem Schein.
Ich gewährte dein Begehr,
Ritt auf Sterncnstralcn herDer Beschwörung untcrthan:
Sag' nun deinen Wunsch mir an!
Stimme des zweiten Geistes.
Montblanc ist der König der Berge,
Sie krönten ihn wol schon eh'
Auf felsigem Thron, im WolkengcwandMit Prachtdiadcmcn von Schnee.
Als Gürtelzicr ein Waldrevier,
Die Schncclawin' in der Hand, —
Doch hält im Fall der DonncrballAuf mein Gebot noch Stand.
Des Gletschers kalte flüchtige WuchtRollt fürder Tag für Tag,
Doch ich verhelf' ihr erst zur Flucht,lind hemme, wenn ich mag.
2ch bin der Geist vom BergcSrund,
Wollt' ich's, er beugt im NuVor mir sich ein zum Höllcngrund —
Und was von mir willst du?