feststellen, dass diese überaus reichhaltig waren undin mancher Beziehung sogar als grossartig bezeichnetwerden können.
Besonders durch die Bemühungen des KaiserlichenGouvernements von Deutsch-Ostafrika und durch die uner-müdliche, von wirklicher Sachkenntnis geleitete ThätigkeitDr. Stuhlmanns wurden Sammlungen beschafft undtransportiert, wie ihresgleichen noch niemals früher nachEuropa gelangt waren. Eine grosse Reihe von Offizierender Schutztruppe, unter denen ich hier nur die HerrenGlauning, Johannes, Kollmann, Langheld, Leucund Ramsay nenne, haben die Bemühungen desKaiserlichen Gouvernements durch Ueberweisung ihrer
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meist zu seinen von R. Virchow*) publizierten Körper-messungen gehören und eine sehr wichtige Bereicherungunserer anthropologischen Sammlungen aus Ostafrikabilden.
Von nicht geringer Bedeutung waren auch dievon der D.O.A.-Gesellschaft ausgestellten Bootmodelleder Mritna, sowie eine von Herrn Zickendraht in derKolonialhalle ausgestellte grössere Sammlung meist vonden Wahehe und aus Tabora. Eine ausgezeichneteSammlung von Photographien, sowie einige durch ihrebesondere Schönheit hervorragende Massai-Speere hatteDr. Hans Meyer beigesteuert, andere wichtige undlehrreiche Stücke das Museum Umlauff in Hamburg.
eines K o n d e - M a n n e s.
Sammlungen im grossen Stile gefördert, und besondersHerrn Lieutenant Kollmann ist eine reiche und in sichnahezu abgeschlossene Sammlung aus der Gegend vonBukoba zu verdanken, die zwar während der Ausstellungselbst in keiner Weise zur Geltung kommen konnte,da sie, ähnlich den S. 249 und S. 257 erwähntenSammlungen von Jantzcn & Thoimählen und desHerrn v. Hagen, zur »Dekorierung« der Kolonialhallehatte herhalten müssen, die aber seither durch Schenkungin den Besitz des Königl. Museums für Völkerkundeübergegangen ist und da als ein bleibendes Denkmalihres Urhebers allzeit grosse Anerkennung und Be-achtung finden wird.
Dr. Stuhlmann war auch persönlich durch eineimponierende Zahl von ausgezeichnet schönen Gips-masken ostafrikanischer Rassenköpfe vertreten, die
Alle übrigen Ausstellungen von Privaten übertrat aberdie des Herrn Oscar Neumann, der aus seinengrossen Beständen nicht nur ganze Wände mit Waffenbekleiden, sondern auch zwei Schränke mit auserlesenenethnographischen Kostbarkeiten füllen konnte.
Das Wichtigste aus diesen reichen Sammlungen,durch die Ostafrika besser auf der Ausstellung vertretenwar als irgend ein anderes deutsches Schutzgebiet, istauf den Tafeln XXVII bis XXX abgebildet; auf eineeingehende Schilderung einzelner Stücke muss an dieserStelle aus Raummangel leider verzichtet werden; siewird in meiner in Vorbereitung befindlichen Mono-graphie von Deutsch-Ostafrika nachgeholt werdenkönnen. Hier verweise ich auf die am Schlüsse folgende
*) Z. f. E. Verh. 1895. S. 657.
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