2. Kuevi (Akrä-Name), jetzt Samuel Garber.
3. Ame-me-no [Amemeignon] = »einer guten
Familie angehören, ist gut«.
4. Gbedegbe-no (Peripeignon)! = »einst war es
gut« (i. e. früher war’s besser).
5. Hüjö [Hündsch6]=»Fetischsohn«(Pheda-Name).
6. Jokoto — »Hose «(Name eines früheren Königs
in Anlo).
7. Latevi [Lattewi] j
8. Foli [Folli] i Akrä-Namen.
9. Amon in [AmmÖni] J
10. Amüzu [Müs], Afä-Name.
11. Ahluivf [Awlewi], — »Kleines Junges« (ahlui
= Junges Thier, z. B. vom Elephanten).
12. Latekve [Latikwe], Akrä-Name.
13. Abotsi [Abfiki] (Haussawort: aboki = Freund).
14. Kofi [Kofti] = »P'reitagskind«.
15. Kwasi [Quassi] = »Sonntagskind«.
16. Ananin [Ammoni] = »Der vierte Knabe«.*)
17. Tete [Titti]= »Erstgeborener«(Adangbe-Name).
B. Frauen.
1. Ohtif 1 Frauen von
2. Dasf [Dässi] = »Schlangenfrau« [ J. C. Bruce.
3. Avlesf [Awlessi] = »Meerfetischfrau« (Avlekete
= Agbui, Meergottheit).
4. Yägä [Yaka].
5. Minomekpö = »Wir wollen’s abwarten«.
6. Koukoe [Köquü]
7. Kai
8. Televf [Talewi]
9. Adokö [Adokö]
10. Alugbä [Aluba], Afä-Name.
Akra-Namen.
Zu den Afä-Namen bemerkt Dr. Prietze, dass siein Beziehung zu dem Wahrsagerfetisch Afä stehen,dessen Priester ihren Kindern besondere Namen geben.Im übrigen ist es mir leider völlig unmöglich gewesen,von den Leuten selbst irgend etwas über ihre religiösenVorstellungen zu erfahren; sie waren durch die un-gewohnte Lage, in der sie sich befanden, durch dieSchaustellungen, deren Gegenstand sie waren, unddurch das thörichte Benehmen eines grossen Teiles desPublikums derart aus dem psychischen Gleichgewicht ge-kommen, dass sie irgend welchen ernsteren Erörterungenvöllig unzugänglich blieben. »Fetisch« war das Un-glückswort, das stets und immer wieder die Antwortwar, mochte man sich um Hautnarben erkundigenoder um die Graswedel der Frau Yägä, um die Be-deutung von Thonfiguren und Holzschnitzereien oderum die Ursache von Speiseverboten — alles war Fetisch!
*) Wenn eine Frau bis dahin nur Knaben, oder nur Mädchenzur Welt gebracht, so heisst den Otsi-Zahlwörtern entsprechend dasdritte Kind (Knabe oder Mädchen): Mesa, das vierte Ananin, dasfünfte Anon, das sechste Asidm, das siebente Esön, das achteAotsui, das neunte Akr<5m, das zehnte Badu (von esa, anaii, enum,asia, ason, aotyo, akroii und edu).
Hingegen ergab sich die Gelegenheit, wenigstenseine Art von »Fetisch« hoffentlich dauernd und gründ-lich aus der Welt zu schaffen. In allen grösseren ethno-graphischen Sammlungen aus Ober-Guinea finden sichgewisse sehr zierliche Puppen in Gestalt einer mensch-lichen, durchweg weiblichen Figur, meist aus Holz, aberauch aus Thon oder aus einer harzartigen Masse, derKörper meist drehrund, die Extremitäten kaum odergarnicht angedeutet, der Kopf meist brett- oder scheiben-artig flach und verhältnismässig unförmlich gross. Eslag nahe, auch hier »Fetische« zu sehen, und die meistenälteren Sammlungen sind diesem Irrtum verfallen. Auchdas schöne Stück der Berliner Sammlung, das aufTaf. XXI, Fig. 12 abgebildet ist, war uns als »Holz-götze« zugegangen, ebenso ein Stück aus der berühmtenChristy-Collection, das dem auf Fig. 2 derselben Tafelsehr ähnlich ist und sich nur durch eine andere Behand-lung der Rückseite des Kopfes (vergl. Abbildungen 2aund 3) unterscheidet.
So war es eine grosse I'reude für uns, in der Samm-lung des Herrn Schänker zwei solche Stücke zu finden,die ausdrücklich als Puppen bezeichnet waren; sie sindFigur 1 und 2 der Tafel XXI abgebildet. Man musslange Zusehen, um da überhaupt noch Darstellungender menschlichen Figur zu erkennen, und besonders dergrosse, unförmliche, von vorn nach hinten flachgedrückteKopf mit dem kleinem Gesichte, den riesigen Augen-brauen und der schier endlosen Stirn hat sicher einelange und merkwürdige Stilwandlung mitgemacht, be-vor er die jetzige Ausgestaltung erreicht hat. Ueber-aus interessant und auch für die Lehre von der Ent-wicklung des Ornaments wichtig ist die Art, wie auf derRückseite des Kopfes die Haartracht behandelt ist;vergleicht man die Abbildungen ia, 2a, 3 und 12a, sowird man nur aus der letzten noch mit Gewissheit er-kennen, dass es sich da wirklich um Haartracht han-delt; bei 2 a würde man das kaum mehr vermutenkönnen, und bei 1 und 3 hat sich die Behandlung derFrisur völlig zu den früher bei den Ethnographenso beliebten »einfachen geometrischen Mustern« ver-flacht, die an und für sich unverständlich wären, würdenuns nicht Stücke wie das unter 12 und 12a abge-bildete zu einer sicheren und einwandfreien Erklärungverhelfen.
Des Vergleiches wegen gebe ich hier auch dieAbbildungen von zwei ähnlichen Puppen aus den Haussa-ländern, die von Staudinger (Tafel XXI, Fig. 10)und von Flegel (Fig. 11) mitgebracht wurden. Be-sonders die erstere verdient wegen der überraschendenAehnlichkeit mit alten mykenischen Figürchen auch inweiteren Kreisen bekannt zu werden. Jedenfalls kann ichpersönlich diese kleine Puppe niemals ansehen, ohnedabei an allerhand archaiische und andere »Idole« zudenken, von denen wohl die grösste Mehrzahl weit rich-tiger als Kinderspielzeug zu deuten sein dürfte.
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