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Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896 : amtlicher Bericht über die Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung
Entstehung
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angelegt. Nasenwurzel breit, flach; Rücken gerade,kurz; Septum lang, dick; Flügel dünn; Löcher rundlich.Die obere Lippe etwas dick, die untere voll. Im Ober-kiefer die mittleren Schneidezähne nicht nur stark nachvorne und oben luxiert, sondern auch innen angemeisselt,so dass von jedem der beiden Zähne auf ihrer me-dianen Seite etwa ein Drittel fehlt und eine grosse Lückezwischen ihnen klafft. Im Unterkiefer sind die mittlerenSchneidezähne ausgehebelt. Das übrige Gebiss intakt,gut gehalten, gesund. Ohren klein, beide Ohrmuschelnam oberen Rand links mit zwei, rechts mit drei meistausgerissenen Löchern; Läppchen durchbohrt, stark aus-gedehnt. Gegenwärtig kein Schmuck, weder am Randenoch in den Läppchen.

(Siehe die hierzu gehörige umstehende Tabelle.)

F.

Neu-Britannier.

Diese Gruppe besteht aus acht Leuten, siebenMännern und einem Jungen, soweit mir bekannt wurde,alle aus Ralüm.

Die mächtigen Brauenwülste und das weiche Haarscheiden diese Leute auf den ersten Blick von denafrikanischen Negern, mit denen sie sonst manches,wenigstens äusserlich, gemein haben und mit denen sieauch auf der Ausstellung ab und zu verwechselt wordensind. Im übrigen waren es ruhige, anständige und ge-fällige Leute, von denen nur selten einmal einer vonder Schnapsleidenschaft der Kameruner Nachbarn ange-steckt wurde und dann schwer genug dafür biissenmusste.

No. 42. To-gingin, £, aus Ralüm, um 40 Jahre;(vergl. Photographie a auf Tafel XVIII), gross, sehrkräftig, gut genährt. Rötlich-braun, das Gesicht imganzen etwas heller, nur die Oberlippe dunkler; dieUnterlippe teilweise rötlich. Sehr schöne typischeNarbentätowierung: je neun Schnitte, jederseits vomäusseren Augenwinkel aus radiär nach hinten undunten verlaufend. Iris hellbraun, Sklera gelblich,Conjunctiva stark schmutzig verfärbt, beiderseitsstarkes Pterygium. Augen nahezu spindelförmig,eng geschlitzt, klein, gerade. Haar dunkelbraun, kraus,in grosse Spiralen geordnet, weich; teilweise gebeiztund künstlich entfärbt. Barthaare dunkler, fast schwarz,kraus, hart.

Kopf sehr gross, lang, sehr breit, hoch. Hinter-haupt wenig ausladend. Gesicht sehr breit, oval, wenigprognath. Stirn hoch, schräg, breit, voll, flach, mäch-tige Brauenwülste. Wangenbeine etwas vortretend.Nasenwurzel breit, flach; Rücken oben flach, aber sehrkurz, in raschem Buge in die ganz flache, wie einge-drückt aussehende Spitze übergehend; Septum so kurz,dass es eigentlich als fehlend bezeichnet werden könnte;

Flügel von vorne nach hinten gedrückt; Löcher sehrbreit. Lippen dick, voll, nicht wulstig. Zähne gerade,gross, intakt, tief schwarz (Betel) und wie poliertesEbenholz glänzend, nicht gepflegt, mit Detritus in allenVertiefungen. Ohren gross, lang; Läppchen frei. Händegross; Finger schlank; Nägel sehr schmal, lang, hoch-gewölbt, rein rosig, Lunula kaum vorhanden. ZweiteZehe ebenso lang als die erste.

No. 43. Ta-kulä, aus Ralüm, um 40 Jahre;(vergl. Photographie b auf Tafel XX.) sehr kräftig, gutgenährt. Haut rötlich braun, Gesicht viel heller. Dieganze Stirne mit hellen, unregelmässig verteilten Schnitt-narben bedeckt, soweit ich den Mann verstehen konnte,als Resultat einer »ärztlichen« Behandlung eines schwerenFieberanfalles. Um die Augen richtige Narbentätowierungähnlich wie bei dem Manne in Meyer-Parkinson, Papua-Album Tafel 2. Iris hellbraun, Sklera diffus schmutzig-braun, Conjunctiva mit zahlreichen schmutzig dunkel-braunen Flecken. Augen fast spindelförmig, eng ge-schlitzt, leicht schräg, tiefliegend. Haar braunschwarz,einzelne grosse Spiralen, stellenweise zu Büscheln ge-ordnet, nicht ganz weich. Bart fast schwarz, vielkrauser als das Haupthaar, kurz getragen, stellenweiserasiert.

Kopf gross, sehr lang, mässig breit und hoch.Hinterhaupt wenig vortretend. Gesicht hoch, nur inder Wangenbeingegend sehr breit, keilförmig nachunten verjüngt, kaum prognath. Wangenbeine vor-tretend. Stirn sehr hoch, ganz wenig schräg, schmalsehr ausgesprochen kielförmig, wenig gewölbt, mitmächtigen Brauenwülsten. Nasenwurzel schmal, rechthoch; Rücken gerade; Spitze, wie platt gedrückt; Sep-tum sehr kurz, in der Mitte eingezogen, durchbohrt;Flügel jederseits mit fünf Löchern. Lippen fast dünn.Zähne gerade, gross, gleichtnässig schwarz, wie poliertesEbenholz. Ohren klein, Läppchen frei, durchbohrt.Hände gross, Nägel hoch gewölbt, hell, ohne Lunula.

No. 44. Topalangat, cf, aus Ralüm, etwa12 Jahre; Sohn von No. 42; schlank, lange nicht aus-gewachsen, eher mager. Haut dunkel olivenfarbig.Iris braun, Sklera weiss, Bindehaut mit einzelnendunkleren Flecken im Bereiche der Lidspalte. Augengross, fast spindelförmig, gerade. Haar braunschwarz,kraus, sehr weich.

Kopf verhältnismässig zum Alter gross, lang, breitund hoch; Hinterhaupt vorgewölbt. Gesicht niedrig,breit, oval, kaum prognath. Wangenbeine angelegt.Nasenwurzel eher schmal, mässig hoch; Rücken leichtkonkav; Septum kurz, durchbohrt; Flügel dünn; Löcherquer-oval. Lippen fast dünn; Zähne wenig gefärbt,intakt, die dritten Molaren noch nicht vorhanden.Ohren klein, etwas abstehend; Läppchen sehr kurz,breit angewachsen.

No. 45. Dälang-lagür, c f< aus Ralüm, 25—30Jahre; (vergl. Photographie b auf Tafel XVIII) sehr

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